Impressionen der Füssener Straße in Lechbruck. Nachdem die Straße bis zur Kreuzung Bahnhofstraße bereits saniert wurde, fehlen nun noch 1300 Meter zwischen Bahnhofstraße und der Lechbrücke. foto: os

Straßenausbau in Lechbruck ein Dauerbrenner

Lechbruck - Das Thema hat die Lechbrucker Gemeinderäte lange beschäftigt. Und könnte es wohl auch noch einige Zeit tun - der Ausbau der Füssener und Flößerstraße.

Brisanz erhält das Thema vor allem, nachdem bekannt wurde, dass das Bauamt in Weilheim die Lechbrücke zwischen Prem und Gründl ebenfalls sanieren will. Wann allerdings Geld bereit steht, ist unsicher.

Warum aber die Füssener Straße sanieren, wenn in zwei oder drei Jahren der für die Brückensanierung notwendige Schwerverkehr über die gerade erst sanierte Straße rollen muss, lautete die Frage, die sich die Gemeinderäte stellten. Vielleicht könnte man sogar in den Genuss von Fördermitteln aus der Dorferneuerung kommen, um den Gehsteig entlang der Straße zu sanieren.

Wie schon mehrfach berichtet, will das Staatliche Straßenbauamt Kempten heuer und im nächsten Jahr die Füssener Straße zwischen Bahnhofstraße und Lechbrücke sanieren. Dabei könnte die Gemeinde den zum Teil recht schadhaften Gehsteig erneuern. Teils müssen ohnehin die Bordsteine ausgetauscht werden, was das Straßenbauamt übernehmen wird. Im Zuge der Arbeiten sollen dann die Wasserversorgung erneuert und auch die Hausanschlüsse entsprechend gelegt werden.

Aber bei der Sanierung des Gehsteiges scheiden sich die Geister. Vor allem das Planungsbüro Wipflerplan geht von rund 600 Metern schadhaftem Gehweg aus, die bis in einen Meter Tiefe saniert werden müssen. Für die Sanierung wurden Kosten zwischen 235- und 312 000 Euro ermittelt, je nachdem, ob nur asphaltiert werden soll oder Betonplatten verlegt werden. Vor allem die Anlieger würden eine Minimallösung, allenfalls nur „drüberteeren“ oder die Ausbesserung der absolut schadhaften Stellen bevorzugen.

Nun wurde bekannt, dass die beiden Hochbauämter miteinander gesprochen hatten. Während man in Weilheim aber die Arbeiten nicht vorziehen kann, weil die Mittel noch nicht zur Verfügung stehen, will man die Arbeiten in Kempten nicht schieben. Theoretisch sei es aber kein Problem, die Arbeiten aufeinander abzustimmen, erfuhren Räte und Bürger in der Gemeinderatssitzung.

Allerdings verwies Bürgermeister Helmut Angl auch darauf, dass die Förderung der Dorferneuerung ein Kann und kein Muss sei. Es könnte also passieren, dass für die Straßenarbeiten in zwei oder drei Jahre kein Geld mehr zur Verfügung stehe, während es auch kein Geld für die Gehwegsanierung gibt.

Die Abstimmung, insbesondere für die teuerste Variante mit Betonplatten, hatte in der vorigen Gemeinderatssitzung für viele Diskussionen gesorgt. Die Bürger müssen sich mit 55 Prozent an den Baukosten für den Gehsteig beteiligen, im schlimmsten Fall kommen so bis zu 11 000 Euro auf die Anlieger zu.

Allerdings war in der Sitzung auch zu hören, dass - mache das aktuelle Beispiel Schule - künftig kein Straßenausbau mehr ohne langwierige Diskussion umsetzbar sei.

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