Verheerende Lage in Spanien: Über 800 Corona-Tote an einem Tag - Militär bringt Leichen weg

Verheerende Lage in Spanien: Über 800 Corona-Tote an einem Tag - Militär bringt Leichen weg
Die 110-kV-Leitung verläuft in Altenstadt mitten durch die Wohnbebauung. Foto: wk

Strommasten: Pflugverfahren als Lösung?

Altenstadt - Die von Schwabbruck über Altenstadt nach Schongau führende 110-kV-Leitung soll endgültig aus dem Altenstadter Wohngebiet rausgenommen werden.

Bereits vor fünf Jahren haben die Lechwerke (LEW) in Aussicht gestellt, die von Schwabbruck über Altenstadt nach Schongau führende 110-kV-Leitung aus dem Altenstadter Wohngebiet rauszunehmen und in Richtung Süden zu verlegen. Jetzt wird mit der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens der erste Schritt zur Umsetzung gemacht.

VON WALTER KINDLMANN

Altenstadt - „Möglichst weit weg von Wohngebieten ist uns nach wie vor wichtig“, sagte Bürgermeister Albert Hadersbeck in der Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend. Derzeit wird ein Wohngebiet noch komplett von der 110-kV-Leitung überspannt. Die Gemeinde will durchsetzen, dass die Leitung mindestens 130 bis 140 Meter südlich des Anwesens Emter verlegt wird.

Bei Gesprächen mit Vertretern von LEW ging es neben dem Trassenverlauf darum, auf welche Art die Leitung verlegt werden sollte. Nämlich per Freileitung oder Erdkabel. Dies stellte sich rasch als eine Kostenfrage heraus. Die Freileitung käme auf rund 2,5 Millionen, das Erdkabel auf mindestens 7,3 Millionen Euro einschließlich der Wartungskosten. Die Kosten für eine Kabelverlegung im Erdreich stoßen bei den LEW auf Widerstand, gegen die notwendige Trasse, rund 14 Meter breit, und die danach fällige Bodenverdichtung, sind die Landwirte. Anstelle der so genannten offenen Kabelverlegung gibt es eine andere Möglichkeit, das Kabel in die Erde zu bringen. Wie Albert Hadersbeck erläuterte, hat Schwabbrucks Bürgermeister Norbert Essich ein in Salzburg angesiedeltes Unternehmen ausgemacht, das im Pflugverfahren das Kabel unter die Erde bringt. Das Verfahren sei mehrfach in Deutschland und vielfach in Österreich mit Erfolg praktiziert worden. Und es bringt zudem deutliche Kostenvorteile. „Bis zu 40 Prozent weniger als die offenen Erdkabelverlegung“, wusste Hadersbeck.

Den LEW sei dieses Verfahren sehr wohl bekannt, es hätte aber ihrer Meinung nach technische Nachteile. Und die Kostenvorteile hätten die Vertreter von LEW so auch nicht gesehen. Man werde die vorgetragenen Argumente sorgfältig prüfen, habe man versprochen.

Seitens der Bayerischen Bauernverbandes und auch des Ortsverbandes kam übrigens breite Unterstützung für eine Erdverkabelung. Und auch den Hinweis, dass eine Freileitung mit den Masten auf den Grundstücken eine Wertminderung darstelle. „Die Überspannung von Grundstücken ist nie eine tolle Sache“, meinte Hadersbeck und fügte an „auch dieses Argument haben wir den LEW mitgegeben.“ Gemeinderat Michael Dulisch warnte davor, sich unter Zeitdruck setzen zu lassen. Er jedenfalls plädiere für Erdverkabelung mit günstigem Verfahren. Bis 28. Januar hat die Gemeinde nunmehr Zeit für ein Stellungnahme. Der danach notwendige Erörterungstermin ist für Mai vorgesehen.

Walter Kindlmann

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Geschmacklose Wahlkampf-Attacke: Kandidat Hans Rehbehn schäumt vor Wut
Seit einigen Tagen nimmt die Wahl-Debatte an Schärfe zu, vor allem in Schongau und Penzberg laufen harte Leserbrief-Scharmützel. Das wurde jetzt noch mit einer …
Geschmacklose Wahlkampf-Attacke: Kandidat Hans Rehbehn schäumt vor Wut
Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Zahl der Corona-Fälle nimmt weiter stark zu
Mittlerweile ist die Zahl an Coronavirus-Erkrankten im Landkreis Weilheim-Schongau auf 136 angestiegen. In diesem News-Ticker finden Sie immer alle aktuellen …
Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Zahl der Corona-Fälle nimmt weiter stark zu
Ein Chef-Arzt für Kampf gegen Corona - das ist neu im Landkreis
Der Landkreis geht im Kampf gegen Corona einen neuen Schritt: Es gibt ab sofort einen ärztlichen Koordinator für alle Krankenhäuser und Reha-Kliniken im …
Ein Chef-Arzt für Kampf gegen Corona - das ist neu im Landkreis
Ludenhausen kann am Sonntag Reichlings Wahl entscheiden
Äußerst spannend wird die Stichwahl in der Gemeinde Reichling: Die beiden Bürgermeisterkandidaten trennten im ersten Wahlgang nur 4,4 Prozent der Stimmen.
Ludenhausen kann am Sonntag Reichlings Wahl entscheiden

Kommentare