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Christian Garbe, Dirigent und Künstlerische Leiter des „Festlichen Sommers in der Wies“.

Festlicher Sommer in der Wies

Suche nach erfahrenen Sängern

Wies - Im Rahmen des vierten Chorprojekts „Offene Tore“ werden bereits erfahrene Sänger gesucht. Der Chor der Stadt Schongau gestaltet mit ihnen die evangelische Karfreitagsliturgie am 25. März in der Basilika St. Michael in Altenstadt um 9 Uhr.

Kirchenbaumeister vergangener Epochen wussten um die suggestive Kraft des einfallenden Lichtes. „Es kann kein Zufall sein“, so sieht es der Dirigent und Künstlerische Leiter des „Festlichen Sommers in der Wies“ Christoph Garbe nach seinen Erfahrungen des letzten Jahres, dass in der Passions- und Osterzeit morgens die Sonnenstrahlen so ein besonderes Licht in die Basilika von Altenstadt werfen.

Im Rahmen des bereits vierten Chorprojektes „Offene Tore“ gestaltet der Chor der Stadt Schongau mit seinen Gästen die evangelische Karfreitagsliturgie gemeinsam mit Diakon Erich Mühlberger im beeindruckenden Gotteshaus in Altenstadt. Eingeladen zu dieser ungewöhnlichen Chorinitiative sind interessierte, bereits erfahrene Choristen, die Freude an neuen Entdeckungen und Begegnungen haben, ohne sich längerfristig an ein festes Ensemble binden zu müssen. Übe-Aufnahmen und Noten werden zur Vorbereitung gestellt.

Noten werden zum Üben gestellt

Der Probensamstag findet am 19. März statt. Unter den weit ausgebreiteten Armen des „Großen Gottes“ werden sich am Karfreitag Chor und Gemeinde mit Max Regers „Morgengesang“ aus dessen acht geistlichen Gesängen op. 138 auf das Licht dieses neuen Tages, das der Welt Erlösung bringen soll, einstimmen. Mit Palestrina, dem Erneuerer der Kirchenmusik, der 1571 zum Komponisten der päpstlichen Kapelle ernannt wurde, führt der Weg des Chores in die Blütezeit der Mehrstimmigkeit der Renaissance. Die Anbetung von Christus, die Erlösung der Welt durch das Annehmen des Kreuzes erklingen in Palestrinas „Adoramus te“ in besonders eindringlicher Weise. Auch Michael Haydn, oft unterschätzter Bruder des gefeierten Joseph Haydn, schuf in der Wiener Klassik mit „Tenebrae factae sunt“ speziell für den Karfreitag eine Motette. Der früher gebräuchliche Name der Kar-Metten „Tenebrae“ leitet sich womöglich aus dem Anfang des fünften Responsoriums am Karfreitag „Tenebrae factae sunt, dum crucifixissent Jesum Judaei“ (Finsternis entstand, als die Juden Jesus kreuzigten) ab.

Vertrauen ins Licht der Welt

Ob sich die Sonne am Karfreitag in Altenstadt zeigen wird, bleibt ungewiss. Dem Vertrauen der Mitwirkenden in das Licht der Welt hingegen wird dies keinen Abbruch tun.

Anmeldung für interessierte Sänger bei: Ute Zimmer, info@wieskonzerte.de oder Telefon 08243-2783.

Dorothe Fleege

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