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Nach zwei Jahren eingestellt: die Sudbury-Schule Ammersee in Reichling.

Keine Noten und freiwilliger Unterricht

Regierung verbietet Alternativ-Schule in Reichling

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Reichling – Keine Noten, Schüler-Abstimmungen über den Unterricht, Englisch-Unterricht auf freiwilliger Basis – das war der Schulaufsicht wohl zu unorthodox.

Nach zwei Jahren Probebetrieb hat die Regierung von Oberbayern der Sudbury-Schule Ammersee in Reichling-Ludenhausen untersagt. Den 45 Schülern wurde dringend geraten, sich bis zum heutigen Schulbeginn an einer anderen Schule anzumelden.

Der Regierung war die Schule seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge, wie unserer Zeitng bestätigt wurde. Mit mehreren Visitationen rückte Mitarbeiter der Schulaufsicht der Alternativ-Schule auf die Pelle. Ergebnis: Der Weiterbetrieb ist nicht gestattet. Für die kleine Gemeinde westlich des Ammersees ist das ein schwerer Schlag. Die Gemeinde hat keine eigene Schule und hatte der Sudbury-Schule ein Gebäude zur Verfügung gestellt. Mehrere Anhänger des aus den USA stammenden Schulmodells waren eigens ihrer Kinder wegen in die Nähe gezogen.

In einem Eilverfahren hat das Verwaltungsgericht München am Freitag die Schul-Schließung für rechtens erklärt. Heute wollen 45 Schüler, Mitarbeiter und Eltern vor dem Kultusministerium demonstrieren. „Wir lieben unsere Schule“, heißt es in dem Aufruf.

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