Einen Deichelbohrer gab es bei Georg Bair anlässlich des Mühlentages in Schwabsoien zu bestaunen. Foto: uf

Tausende von Besuchern beim Mühlentag in Schwabsoien

Schwabsoien - Wo der Begriff Kunstmühle herkommt - nämlich von künstlichen Mahlsteinen - und noch viele andere Interessante Details erfuhren die Besucher beim diesjährigen Mühlentag in Schwabsoien.

Führungen, Ausstellungen und zahlreiche andere Attraktionen lockten tausende Besucher ins Mühlendorf. Auf der Hauptstraße war zeitweise kein Durchkommen mehr.

Unter den Besuchern fanden sich auch jede Menge Pfingst-Urlauber, die die Gelegenheit nutzten, Lokalkolorit zu genießen. Eine Familie war sogar in zwei Tagen mit dem Radl bis aus Unterhaching nach Schwabsoien angereist.

Zu sehen gab es jede Menge. Zum Beispiel Museums-Schmied Andreas Bauer aus dem Wasmeier-Museum, der mit dem Wasserbetriebenen großen Schmiedehammer in der alten Hammerschmiede rot-glühendes Metall in Form brachte. Eigentümer Peter Götz erklärte derweil, wie der Ausdruck „wie ein Affe auf dem Schleifstein“ entstand. Außerdem verschiedene Mehl- und Getreidesorten in der Kunstmühle Pröbstl. Oder altertümliche Kutschen. Oder die Schönach-Ausstellung im Rathaus. Oder allerlei Kunsthandwerk wie Patchwork und Schmiedeeisen, handgestrickte Socken oder schöne Gartenobjekte.

Auch für die kleinen Besucher war viel geboten. Von lebenden Eseln über Hüpfburg oder Tauziehen bis hin zum Schnitzen mit Holzbildhauerin Maria Hedrich. Die freute sich über die Kinder, die ganz unbefangen mit Schnitzeisen und Klöppel umgingen und interessante Tiere und Figuren aus dem Holz schälten.

Wie mittels einem Deichelbohrer aus Baumstämmen Wasserleitungsrohre wurden, erklärte Georg Bair. Klaus Halter hatte dagegen viel Musik im Gepäck. Er führte zusammen mit Werner Fichtl eine alte Ariston-Zungenorgel vor. Und zum Text des Lieds „Die Mühle im Schwarzwald“ fiel ihm auch noch Philosophisches zum Thema Liebeskummer ein.

„Optimierung von Platz war damals wohl noch kein Thema“, stellte ein Besucher fachmännisch in der Kunstmühle Pröbstl bei der Besichtigung der Arbeitsräume fest. Andere Besucher hatten sich um einen Tisch mit verschiedenen Schüsseln gruppiert, um Mehlsorten zu verkosten. Und wieder andere scharten sich draußen um die aufgebauten Oldtimer aus dem Landmaschinenbereich.

Zum Schauen gab es eben viel beim Mühlentag. Und gegen die unsichere Wetterlage hatten die rührigen Organisatoren vorausschauend zahlreiche überdachte Bewirtungsstände mit Blasmusik und sonstiger Unterhaltung eingeplant.

uf

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