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Party pur mit Live-Musik: Dafür steht der Schongauer Nightgroove. Heuer fällt die große Sause aus.

Termin kurzfristig geplatzt

Paukenschlag: Schongauer Nightgroove fällt aus!

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Schongau - Schlechte Nachricht für alle Partygänger und Live-Musik-Fans: Der für Mitte Oktober geplante Schongauer Nightgroove wurde abgesagt. Die Gründe sollen schwindendes Interesse und der kurzfristige Absprung eines Geldgebers sein.

Es ist diese eine Nacht, in der spritzige Live-Bands die Schongauer Kneipen und Lokale bis auf den allerletzten Stehplatz füllen. Und es ist diese eine Nacht, in der sich alte Bekannte mal wieder an der Bar treffen und über bessere Zeiten philosophieren. Doch diese eine Nacht fällt heuer aus. Die Rede ist vom Schongauer Nightgroove. Veranstalter Christoph Dietz hat das Event abgesagt. Kurzfristig. „Das haben wir letzte Woche so entschieden“, sagt er auf SN-Nachfrage. Dabei hätte die Musiknacht bereits am 15. Oktober stattfinden sollen.

Hauptgrund dieser überraschenden Entscheidung sei der kurzfristige Absprung des Hauptsponsors Expert. „Das ist zwar nachvollziehbar, aber wir haben das erst vor drei Wochen erfahren“, bemängelt Dietz. Zehn Jahre lang habe der Techno-Markt den Nightgroove in Schongau finanziell unterstützt. Allerdings noch unter dem alten Geschäftsleiter.

"Müssen schauen, dass wir unsere Kosten in den Griff bekommen"

Werner Rauh ist neuer Geschäftsleiter bei Expert in Schongau.

Seit wenigen Monaten hat bei Expert in Schongau Werner Rauh (54) das Sagen. Seine Begründung für den Absprung als Sponsor: „Wir müssen momentan schauen, dass wir unsere Kosten in den Griff bekommen.“ Expert habe Personal aufgestockt, die Außenfassade renoviert und im Geschäftsinneren einen Teil umgebaut. Dietz wollte laut Rauh 2000 Euro von ihm haben. „Für einen Expert-Aufdruck auf den Eintrittsbänder, Flyern und Plakaten war mir die Summe zu hoch“, sagt Rauh auf SN-Nachfrage.

Der Nightgroove in Schongau scheitert also an 2000 Euro? „Es ist ein Grund, aber natürlich darf so eine Veranstaltung nicht mit einem Sponsor stehen und fallen“, sagt Dietz. Auch die Besucherzahl gehe auf lange Sicht schleichend zurück. Zu Hoch-Zeiten waren es 2500. Zuletzt um die 2000. „100 Leute pro Jahr weniger fallen dem Partygänger nicht auf, über mehrere Jahre hinweg macht es für den Veranstalter aber schon etwas aus.“

Veranstalter befürchtet Draufzahl-Geschäft

Christopher Dietz ist ist Eventmanager aus Nürnberg. 

Dietz befürchtet ein Draufzahl-Geschäft. Rund 30 000 Euro kostet ihn die Organisation, die nach seinen Angaben alles beinhaltet. Er holt mit seinen Mitarbeitern die Gastronomen ins Boot, bucht die Bands und kümmert sich um Werbung und Sponsoring. „Wir sorgen im Grunde dafür, dass die Lokale in Schongau ohne eigenen Aufwand volles Haus bekommen.“ Geld verdient Dietz mit dem Kartenverkauf, Sponsoren und einem „Obolus von den Gastronomen“.

Zu wenig? Immerhin ist Schongau die kleinste Stadt, in der der Event-Manager Veranstaltungen dieser Art stemmt. „Nein. Wenn es nach mir geht, gibt es 2017 wieder einen Nightgroove in Schongau.“ Allerdings müsse das Konzept überarbeitet werden. „Im Optimalfall wollen wir die Veranstaltung so aufstellen, dass sie unabhängig von Sponsoren stattfinden kann.“ Dazu brauche es zusätzliche Locations wie den Ballenhaussaal oder Open-Air. Und eine lückenlose Beteiligung aller in Frage kommenden Gastronomen.

Nächster Termin im Dezember 2017?

Dietz möchte in den kommenden Wochen mit jedem Schongauer Gastronom ein Einzelgespräch führen und eruieren, wie die Zukunft des Nightgrooves aussehen wird. „Vom Bauchgefühl her würde ich sagen, dass der nächste Termin wieder im Dezember ist.“

Schon 2015 wurde er auf Oktober verlegt, weil zu dieser Jahreszeit die Temperaturen wärmer sind und so ein reges Wandern von Kneipe zu Kneipe angenehmer ist. Doch in Schongau scheint das anders zu sein. „Hier hat es im Dezember tatsächlich besser funktioniert“, so Dietz, der das nach 20 Jahren Event-Managment von keiner anderen Stadt behaupten kann.

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