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Peter Mahl, Vorsitzender des Theatervereins Schongau.

Theaterstadl Schongau

„Heilige Nacht“ jetzt ohne Sponsoren

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Schongau - Gerd Anthoff kommt wieder nach Schongau. Auf Einladung des Schongauer Theaterstadls liest er Ludwig Thomas „Heilige Nacht“. Der Vorverkauf läuft. Die ursprünglichen Pläne allerdings, diesen Abend rein für ehrenamtlich engagierte Bürger zu organisieren, musste Peter Mahl fallenlassen.

„Opern auf Bayrisch“ hatte der Schongauer Theaterstadl Anfang des Jahres nach Schongau geholt – eine riesige Veranstaltung im Jakob-Pfeiffer-Haus mit noch größerem Erfolg. Eine Neuauflage soll es geben, hatte Peter Mahl, Vorsitzender des Schongauer Theatervereins, bereits verraten, allerdings mit etwas zeitlichem Abstand. Gerd Anthoff, bekannter Münchner Schauspieler und einer der Protagonisten von „Opern auf Bayrisch“, kommt aber schon in wenigen Tagen wieder nach Schongau – mit einem Soloprogramm: Er liest am 2. Advent, Sonntag, 4. Dezember, Ludwig Thomas Heilige Nacht, die biblische Geschichte in der bayerischen Fassung passenderweise zum 100. Geburtstag des Autors.

Im Kriegswinter 1915/16 verfasste Ludwig Thoma in seinem Haus auf der Tuftn beim Tegernsee die Legende von der Heiligen Nacht. Mahl: „Der Mundarttext hat nichts von seiner Kraft verloren.“ Musikalisch gestaltet wird der Abend von den Eschenloher Sängern.

Gerd Anthoff liest Ludwig Thoma.

Einen kleinen, passenden Rahmen hatte Mahl gesucht für die Aufführung. „Das gehört in einen gemütlicheren Raum, und das Ballenhaus kann man anders schmücken“, war für den Schongauer sofort klar. Er wünscht sich „ein weihnachtliches Lichtermeer, damit alle Besucher diesen Abend als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung behalten“. Seine besondere Idee zu diesem Abend: Zehn Sponsoren suchen, die jeweils 500 Euro spenden und nur Leute zu diesem Abend einladen, die sich im Sozialen Bereich engagieren. Mahl: „Als Dankeschön fürs ganze Jahr.“ Leider hat das nicht geklappt: 60 Briefe hat der Theaterverein verschickt, an alle großen Schongauer Betriebe, aber auch an die kleinen – und drei Zusagen bekommen. Verlässlich würden sich immer die Kreissparkasse, die Möbelzentrale und Hirschvogel finanziell beteiligen, „diese drei Sponsoren sind immer da und haben immer ein offenes Ohr“. Insgesamt sei das Resümee aber mehr als enttäuschend, bedauert Mahl. Wenigstens 21 engagierte Bürger kann er Dank der drei Sponsoren dennoch einladen – belegen werden sie die ersten beiden Stuhlreihen.

Auch der zweite Anlauf, einen etwas anderen Abend anzubieten, floppte: ein 3-Gänge-Menue für kleinere Firmen zu organisieren, die den Rahmen dann als Rahmen für ihre Weihnachtsfeier nutzen. 50 Briefe gingen raus – nichts. Nach Ablauf der Frist hatte sich dann noch ein Interessent gemeldet. Dabei wäre das Angebot günstig gewesen: 35 Euro – Eintritt und Essen inklusive.

Vielleicht ist es aber auch Glück für alle anderen Interessierten, denn die Plätze der restlichen Stuhlreihen stehen nun zum freien Verkauf. 160 Plätze stehen zur Verfügung. Die Gäste werden in der Pause von den Mitgliedern des Schongauer Theaterstadls mit Häppchen und Getränken versorgt.

Karten:

Karten für die „Heilige Nacht“ am Sonntag, 4. Dezember, im Ballenhaus (Beginn: 19 Uhr) gibt es im Vorverkauf im Café Müller in der Kirchenstraße oder per E-Mail über theaterstadl.schongau@gmail.com.

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