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Thomas Elste erster Grünen-Chef

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Der neu gegründete Grünen-Ortsverband mit „Geburtshelfern“: (v.l.) Beisitzerin Renate Golicke, Hans Schütz, Beisitzer Hans Schwarz, Grünen-Kreisvorsitzender Alfred Honisch, erster Vorsitzender Thomas Elste, Beisitzerin Elfriede Scheffler, Grünen-Landtagsabgeordneter Ludwig Hartmann, Beisitzerin Ruth Birett und Schriftführer Falk Birett. Es fehlt auf dem Bild der zweite Vorsitzender Thomas Brennauer. foto: uf
Der neu gegründete Grünen-Ortsverband mit „Geburtshelfern“: (v.l.) Beisitzerin Renate Golicke, Hans Schütz, Beisitzer Hans Schwarz, Grünen-Kreisvorsitzender Alfred Honisch, erster Vorsitzender Thomas Elste, Beisitzerin Elfriede Scheffler, Grünen-Landtagsabgeordneter Ludwig Hartmann, Beisitzerin Ruth Birett und Schriftführer Falk Birett. Es fehlt auf dem Bild der zweite Vorsitzender Thomas Brennauer. foto: uf

Peiting - Sicher ist, dass es nach den nächsten Wahlen zumindest einen Grünen-Gemeinderat geben wird.

Wenn der in der Zechenschänke gegründete Ortsverband Bündnis90/Die Grünen mit einer Liste antritt, gibt es frisches Blut im Peitinger Gemeinderat. Das besagt zumindest das neue Wahlrecht, das kleine Gruppierungen begünstigt. Die Grünen sind bundesweit auf dem Vormarsch. Laut neuester Statistik sind sie, was die Parteimitglieder betrifft, die drittstärkste Kraft. Im Landkreis Weilheim-Schongau lagen sie bislang bei rund 60 Mitgliedern.

Diese Zahl ist am Dienstag sprunghaft angestiegen. Mit elf neuen Mitgliedern halten die Grünen in der Marktgemeinde Einzug. Sieben von ihnen bilden die Spitze des neu gegründeten Ortsverbands. Rückendeckung gab es vom Kreisverband. Alfred Honisch und Kreistagsabgeordneter und Weilheimer Stadtrat Karl-Heinz Grehl wachten als Wahlhelfer mit Argusaugen darüber, dass allen notwendigen Formalitäten genüge getan wurde. Initiator Thomas Elste, auch bekannt als Vorsitzender der Bund Naturschutz-Ortsgruppe Peiting-Schongau, wurde erwartungsgemäß zum ersten Vorsitzenden des neuen Ortsverbands gewählt. Zum zweiten Vorsitzenden wurde in Abwesenheit Thomas Brennauer gekürt, den Posten des Schriftführers übernahm Falk Birett. Als Beisitzer gehören Elfriede Scheffler, Hans Schwarz, Ruth Birett und Renate Golicke dem Vorstand an. Die Stelle des Kassiers wurde nicht besetzt, da empfohlen wurde, die Kasse zumindest zu Anfang dem Kreiskassier zu überlassen.

Dass Politik eine spannende Sache sein kann, führte Landtagsabgeordneter Ludwig Hartmann aus, der in seinem Abriss über aktuelle grüne Themen in der Landespolitik vor allem auf die Energiewende einging. „Die Energiewende zu proklamieren ist absoluter Unsinn, wenn man nicht bereit ist, das alte System zu ändern“, so Hartmann. Unabhängig machen von Öl- und Gaspreisschwankungen und eine dezentrale Energieversorgung durch Förderung kleiner Blockheizkraftwerke ist sein Rezept. Zudem müssten veraltete Kohle- und Atomkraftwerke vom Netz genommen werden, da sie hohe Kosten verursachen. Bezüglich Landesentwicklung ist ihm der Flächenverbrauch (täglich wird in Bayern die Fläche von 25 Fußballfeldern zubetoniert) ein Dorn im Auge. Hier wünscht er sich eine Politik, „die denkt, bevor der Bagger kommt“.

Karl-Heinz Grehl ermunterte die Anwesenden, sich für die Kreispolitik zu begeistern. Obwohl die Themen in diesem Gremium, wie Schulen, Krankenhäuser oder der Unterhalt von Kreisstraßen, nicht zu den Einfachsten gehören und die Kommunen unter der Last der Kreisumlage, die inzwischen bei 56 Prozent liegt, leiden. Alfred Honisch freute sich, in Peiting so viele engagierte Mitglieder zu finden, in einer Zeit, in der es Mode geworden ist, keine politischen Bindungen mehr einzugehen, und legte dem neuen Ortsverband ans Herz, auch junge Mitglieder zu werben. Der steht allerdings erstmal vor einem dringenderem Problem. Bis zum Sommer muss nämlich die Kandidatenliste für den Gemeinderat stehen. Hierfür werden auch noch Interessenten gesucht. Auch Parteilose sind willkommen.

uf

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