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Der angeschwemmte Biber weist keine offensichtlichen Wunden auf.

Am Schongauer Eisstadion angeschwemmt

Toter Biber im Lech: „Hoffe nicht,dass er vergiftet wurde“

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Schongau – Einen traurigen Fund machten am gestrigen Mittwoch gegen 9 Uhr Bauarbeiter am Lech: Direkt unterhalb des Eisstadions trieb leblos ein Biber im Wasser. Eine Untersuchung soll die Todesursache klären.

Frank Wiedemann, der den Nager entdeckt hat, vermutet, dass der Biber schon länger im Wasser trieb, „ein bis zwei Wochen“. Das wurde von Biberberater Gerhard Schauberger, der eigens aus Peißenberg nach Schongau fuhr und dafür einen anderen Termin verschob, bestätigt. „Es handelt sich um eine Biberdame, die schon relativ alt war“, erklärte Schauberger nach dem ersten Augenschein. Und machte auch gleich ein Novum aus. „Ich habe bis heute noch keinen toten Biber im Wasser liegend gefunden.“ Gestorben sein dürfte das Tier allerdings an einer anderen Stelle, ehe es am Fundort angeschwemmt wurde.

Ungläubig blickt Biberberater Gerhard Schauberger auf den toten Biber, der im Lech auf Höhe des Schongauer Eisstadions angeschwemmt wurde.

Schauberger bat die Arbeiter daraufhin um eine große Tüte, um den Kadaver einzuladen und mit zum Landratsamt nach Weilheim zu nehmen. Dort soll geprüft werden, ob Fremdeinwirkung vorliegt bzw. wie das Tier zu Tode gekommen ist. „Ich hoffe nicht, dass die Biberdame vergiftet wurde“, sagte der Naturschutzwärter, der seinerseits keine äußeren Verletzungen entdecken konnte und sich ziemlich sicher ist, „dass das Tier nicht an den Folgen von Schrotkugeln gestorben ist“.

Sollte ein Schütze erwischt werden, drohe diesem im Übrigen eine Strafe, „die im hohen dreistelligen Bereich liegt“.

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