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Tourismusverein Schongau: Hans Hartung bleibt Vorsitzender

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Hans Hartung, der alte und neue Vorsitzende des Schongauer Tourismusverein.
Hans Hartung, der alte und neue Vorsitzende des Schongauer Tourismusverein.

Schongau - Neben Wahlen standen Übernachtungszahlen, Volksfest und Radlweg auf der Tagesordnung des Tourismusvereins.

An der Führungsspitze des Schongauer Tourismusvereins ändert sich nichts. Auf der Jahresversammlung wurde Hans Hartung erneut zum ersten Vorsitzenden des 90 Mitglieder zählenden Vereins gewählt.

Er sei froh und dankbar, dass Hans Hartung erneut die Verantwortung über den Tourismusverein übernimmt, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl. Schon deshalb, weil er wohl wisse, dass der Vorsitzende bei seiner Arbeit „viel Kritik und Ärger schlucken muss“. Seit acht Jahren steht Hans Hartung dem Tourismusverein vor. Mit der erneuten Wahl hat er weitere vier Jahre drauf gepackt.

In seinem Rechenschaftsbericht bedauerte der erste Vorsitzende, dass es in Schongau keine billige Übernachtungsmöglichkeit mehr gibt, seit das Gasthaus zur Sonne überraschend dicht gemacht hat. Durchaus vorstellen könne er sich die „Münze“. Vor allem für Radlfahrer wäre dies, so Hartung, „eine tolle Sache“. Was dazu fehlt, ist ein Investor, der der das ehemalige Polizeigebäude in der Münzstraße für diesen Zweck herrichtet.

19 264 gewerbliche Übernachtungen wurden 2011 registriert. Das Jahr zuvor waren es noch über 20 000. Das sei den Passionsspielen in Oberammergau zu verdanken, meinte Hartung und fügte an, „die sind halt leider nur alle zehn Jahre“. Mit den Privatanbietern verfügt der Tourismusverein über 30 Vermieter in Schongau, Altenstadt, Hohenfurch und Peiting. Eine erfreuliche Bilanz zog Hans Hartung in Sachen Stadtführungen. 227 waren es im vorigen Jahr mit 4618 Personen. 2010 waren es 162 Führungen, 25 davon gehörten dem Besuch der Wieskirche. Erwähnt hat Hans Hartung die „Henkerstochter“, drei Mal im Jahr, und „ Dominikus Zimmermann und seine Wies“ sowie „Die Wies und das Museum“, für das sich Hartung mehr Öffnungszeiten wünscht.

In Sachen Volksfest habe der Tourismusverein zehn Möglichkeiten durchgearbeitet. „Die Herrschaften haben den Platz und vor allem den Umsatz angeschaut, danach war ihr Interesse dahin“, bedauert Hans Hartung. Fazit: Das Schongauer Volksfest gehört definitiv der Vergangenheit an. „Wir sind deswegen böse angemacht worden“, erinnert sich der Vorsitzende.

Zum Thema Radlweg: Im Juni wird der Radweg „Sachsenrieder Bähnle“ ausgeschildert. Der Weg führt teils auf der alten Bahntrasse von Schongau über Altenstadt, Schwabsoien, Schwabbruck, Ingenried Bahnhof über den Sachsenrieder Forst nach Kaufbeuren. Distanz rund 34 Kilometer. An verschiedenen Stellen wird der Weg per Erlebnisinseln aufgepeppt. Für nicht so durchtrainierte Radlfahrer bietet der Tourismusverein E-Bikes an. 18 Euro am Tag kostet der Spaß, mit dem selbst die steilsten Anstiege keine Probleme mehr bereiten. Wie Tourismusvereins-Geschäftsführerin Ursula Diesch erläuterte, können die E-Bikes von Mai bis Oktober ausgeliehen werden.

Ein weiteres Thema war der Volksfestplatz. Von Wohnmobilfahrern werde dieser Platz sehr geschätzt, weiß Ursula Diesch aus Erfahrung. Und zwar deswegen, weil von ihm aus in wenigen Minuten die Stadt zu erreichen ist und weil er mit einer Gebühr von fünf Euro äußerst günstig sei. Hans Hartung verwies bereits jetzt auf einen Sendetermin im Bayerischen Fernsehen. „Regionale Kultur rund um Schongau“ lautet der Titel, der am 9. Dezember 2012 im Fernsehen zu sehen sein wird.

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