Der Vorstand: (v. l.) Leo Barnsteiner, Bernhard Maier, Michael Kirchbichler, Claudia Fenster-Waterloo, Reinhard Waterloo und Gerhard Kral. Es fehlt Ruth Birett.

UIP: Blumensamen für schöne Bahnhöfe

Peiting - Neuer Vorstand und innovative Produktionsmethoden - so lässt sich die Jahresversammlung der Umweltinitiative Pfaffenwinkel (UIP) in Peiting zusammenfassen.

Nach der Begrüßung durch Vorstandsmitglied Gerhard Kral berichtete Schriftführerin Rosi Hutter über die Themen der letzten elf UIP-Treffen: Unter anderem ging es um das Otto-Kraus-Denkmal und den Kleinflugplatz in Peiting sowie um die Petition und die geplante Flugblattaktion zur Umfahrung von Huglfing und Oberhausen auf bestehenden Straßen. Der Schwellbetrieb am Lech, ein neues Wasserkraftwerk bei Lechbruck und die geplante Garnelenzucht in Altenstadt wurden ebenso diskutiert wie die Umwidmung der Birkenallee zwischen Fischen und Dießen in einen Radweg. Der Vortrag „Das Loch im Wald“ von Helmut Klein wurde organisiert und die Neugestaltung einer Broschüre über „Blühende Landschaft“ auf den Weg gebracht.

Die UIP war eingebunden in den noch nicht abgeschlossenen Langzeitversuch bei UPM, heizwertreiche Restmüllfraktionen der EVA GmbH zu verbrennen, und startete eine Aktion gegen die Silvesterknallerei. Zu ihrem 30-jährigen Jubiläum verzichtete die UIP auf ein Fest und spendete 1500 Euro an den Förderverein Nationalpark Ammergebirge.

Aus dem Arbeitskreis Verkehr berichtete Werner Kjäer, dass für die Schongauer Fußgängerzone derzeit „Konzept 5“ diskutiert wird und die gewünschte Verlängerung der Pfaffenwinkelbahn zum Schongauer Krankenhaus nicht vorankommt. Die UIP plant, Blumensamen zu spenden. Und zwar für die Flächen an den Bahnhöfen Peiting und Schongau, an denen Gleise entfernt wurden. Dieser Vorschlag wurde von den zuständigen Bürgermeistern mit Interesse aufgenommen. Vorstands- und Arbeitskreismitglied Bernhard Maier beschrieb, wie wenig aufgeschlossen der Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags für die UIP-Petition zur Huglfing-Umfahrung war und sie schließlich ohne Aussprache als erledigt betrachtete.

Nach dem Bericht des Kassiers wurde der Vorstand entlastet und wiedergewählt - mit einer Ausnahme: Schriftführerin Rosi Hutter, die seit sechs Jahren nicht nur zuverlässig Protokolle geschrieben, sondern auch die Vorstandsarbeit mit ihren Ideen und Kenntnissen bereichert hatte, kandidierte nicht mehr. Ihre Funktion wurde von Reinhard Waterloo übernommen.

Danach berichtete Hans Schütz aus Organisationen, mit denen die UIP vernetzt ist: Die Initiative Fuchstalbahn wünscht sich ein Gutachten, das feststellt, ob - wie für eine Reaktivierung erforderlich - mindestens 1000 Fahrgäste die Fuchstalbahn täglich nutzen werden. In diesem Jahr werden wieder während des Ruethenfests Sonderzüge zwischen Schongau und Landsberg verkehren. Außerdem wies Schütz auf den vom WWF veranstalteten „Alpenfluss-Erlebnis-Tag“ hin. Hier werden am 28. April in der Stadthalle Weilheim das Ammer-Loisach-Hügelland und die Lech-Vorberge als einer von 30 deutschen „Hotspots der biologischen Vielfalt“ vorgestellt.

Martina Listl drückte ihre Hochachtung vor der Solidargemeinschaft Weilheim-Schongauer Land aus. Dort vertritt sie die UIP.

Zum Abschluss zeigte ein Film über das Cradle-to-cradle-Prinzip (C2C) die Vision einer Welt ohne Abfall. Michael Braungart, der übrigens schon in den 90er-Jahren als Referent bei der UIP war, hat das Konzept entwickelt. Er plädiert für die Entwicklung von Produkten, die am Ende ihres Zyklus wieder Rohstoff für neue Produkte werden, so dass kein Müll entsteht.

Zur Öffentlichkeitsarbeit der UIP gehören der neue Flyer, den Vorstandsmitglied Ruth Birett gestaltet hat, und die Pflege der Homepage (www.uip-online.de). Seit kurzem ist die UIP auch bei Facebook zu finden. Wer „Gefällt mir“ anklickt, wird über die Umweltnachrichten informiert und kann selbst Beiträge posten oder teilen. OHA-Leser können sich jeden Monat über die Initiative informieren. Seit Herbst ist die UIP eines von 13 Mitgliedern im „Anti-TTIP-Bündnis Weilheim-Schongau“.

sn

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