Kartellvorwürfe: Durchsuchungen bei BMW in München

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Beim Steingadener Ulrichsritt saß auch Pater Petrus Adrian Lerchenmüller hoch zu Ross.

Ulrichsritt Steingaden: Dank dem Pater guter Draht zum Petrus

Steingaden - Der Kreuzberg bei Steingaden bot am Sonntag beim traditionellen Ulrichsritt wieder ein großartiges Zeugnis tief verwurzelten Glaubens im Pfaffenwinkel. Über 1500 Gläubige aus nah und fern feierten den Gottesdienst mit.

„Mit unserem Pfaffenwinkel hat es der Herrgott besonders gut gemeint.“ Für Pater Petrus Adrian Lerchenmüller war es ein besonderes Erlebnis, an der Spitze der Ulrichsreiter im kostbaren Rauchmantel aus der Klosterzeit vom alt ehrwürdigen Welfenmünster auf den Kreuzberg zu reiten. Er saß im Gegensatz zu Monsignore Gottfried Fellner, der in der Wieser Tracht herübergeritten kam, erstmals auf einem Pferd.

Das Wetter - leicht wolkenverhangen mit Sonnenstrahlen zwischendurch - zeigte sich geradezu ideal für die 86 herausgeputzten Pferde. „Wir haben jetzt einen guten Draht zum Heiligen Petrus,“ freute sich Vorstand August Sieber. Sitzt doch der neue Pfarrer mit Namen Petrus auf der Stute Petrina. Der Hausname der Besitzerfamilie Franz Hipp von Loxhub bei Bernbeuren heißt zudem „beim Bischof“. Da kann man wirklich guten Mutes dem kommenden Jahr entgegensehen, wenn das 450-jährige Jubiläum gefeiert wird.

Wie in all den Jahrhunderten zuvor, waren die Bauern am Sonntag schon früh am Morgen aufgestanden und hatten den Blumenschmuck in die Mähnen und Schweife ihrer Pferde geflochten. Eine Besonderheit sind dabei die Kauri-Schnecken-Muscheln aus der Südsee. „Beten wir für ein christliches Miteinander“, forderte August Sieber die zahlreichen Pilger auf, die mit den Pferden, zu Fuß, dem Radl oder Auto heraufkamen. Er ist überzeugt, dass es „ohne festen Glauben“ dieses Brauchtum nicht mehr geben würde. Erfreulich besonders, dass die junge Generation gerne die Verantwortung übernimmt, so wie heuer bei der Mesnerfamilie Riesemann vom Gogl geschehen. Ganz im Sinne des am 24. April 2002 im Alter von 96 Jahren verstorbenen Martin Riesemann bekennen sich auch die Jungen dazu: „Es ist unser Fest und eine besondere Ehre, den Altar herzurichten.“

Manfred Wörle, der ebenfalls über Jahrzehnte Verantwortung übernahm und sich darüber hinaus als Vorstand der Kaltblutzüchter große Verdienste erwarb, durfte diesmal in der Ehrenkutsche von Karl Schmerold Platz nehmen - zusammen mit Bürgermeister Xaver Wörle und der Landtagsabgeordneten Renate Dodell. Pater Petrus Adrian Lerchenmüller ermunterte die Gläubigen in seiner Predigt, auf die vielverheißende Botschaft Jesus Christus zu setzen: „Gott will, dass unser Leben gelingt, seine Gebote sind uns Wegweiser.“

Für die feierliche Umrahmung des Festes sorgte einmal mehr die Musikkapelle Steingaden, dirigiert von Georg Müller vom Hiebler. Nach der Segnung von Ross und Reiter ritten die Wallfahrer der alten Tradition entsprechend dreimal um das Pestkirchlein auf dem grünen Hügel über dem Biberschwöller See.

hg

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