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Umkleide mit Blick aufs Spielfeld

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So soll‘s ausschauen: Das Projekt Fußballplätze. Auch Hubschrauber können weiterhin auf dem Areal landen.
So soll‘s ausschauen: Das Projekt Fußballplätze. Auch Hubschrauber können weiterhin auf dem Areal landen.

Peiting - Der Traum von den neuen Fußballplätzen auf der alten Kiesgrube wird immer realer. Eine Umkleide auf Stelzen mit Blick aufs Feld, Parkplätze und mehr Platz für den Bauhof. All das wird im Bebauungsplan berücksichtigt.

Mit diesem Bebauungsplan will Marktbauamtsleiter Jochen Rohrmoser viele Wünsche befriedigen. Denn die Fußballer gieren nicht nur nach zwei hochwertigen Trainingsflächen, auch Parkplätze müssen her. Rotes Kreuz, Bergwacht, Musik, Feuerwehr und Bauhof verlangen danach. Seit am Feuerwehrhaus ein Neubau prangt, ist die Stellplatzsituation eher mau. Und weil Jochen Rohrmoser auch schon in die Zukunft blickt, springt auch für den Bauhof etwas heraus. Der kann sein Gelände nämlich erweitern. Wichtig, denn über kurz oder lang wird das alte Bundeswehrgelände nicht mehr als Lagerstätte zur Verfügung stehen.

Zufahrt zu den Spielfeldern ist die Bahnhoftstraße bis zu den Parkplätzen. Ab da ist Schluss mit Verkehr. Außerdem wird ein Fuß- und Radweg von der Untereggstraße geplant. Er soll zwischen Kinderhort und Betreutem Wohnen hindurchführen. Auch Wirtschaftswege für Fahrzeuge der Gemeinde sind mit eingeplant. Eine Zufahrt von der Ammergauer Straße wird es aber nicht geben. „Die Straße würde über einen Teil der Firma Stich & Schäller führen. Ist also nicht machbar“, erklärt der Marktbauamtsleiter auf Nachfrage der SN.

Optisch abgetrennt sollen Parkplatz und Betreutes Wohnen von einem begrünten Wall werden. Der ist vom Schallschutz her nicht notwendig, schaut aber besser aus. Auch die vorhandenen Bäume sollen erhalten bleiben, um Parkplatz und Spielflächen abzutrennen.

Ein besonderes Zuckerl soll die Umkleide werden. Sie soll - wie das Feuerwehrhaus - auf Betonstelzen stehen. Ein schönes Detail, denn so kann man auf die Grünfläche hinunterblicken. Außerdem ist unter dem Gebäude genügend Platz für ein überdachtes Lager. Mit Wasser und Strom versorgt wird die Umkleide - mit vier Kabinen für die Spieler und zwei Schiedsrichterkabinen - vom Feuerwehrhaus aus. „Wäre es dann nicht geschickter, sie vor den Kinderhort, also an Stelle des Walls zu bauen?“, fragte Bernhard Huber (CSU). 50 bis 60 Meter Wasser- und Kanalleitungen müssten für eine Umkleide mit Traumblick verlegt werden, erklärte der Marktbauamtsleiter. „Aber es hat planerischen Charme.“

Am Ende sind das aber alles Details, die noch mit dem Fußballverein abgeklärt werden müssen. Genau wie die Frage, ob ein (teurer) Kunstrasenplatz angelegt werden soll. Sicher ist: Das komplette Areal soll barrierefrei erreichbar sein. Auch wenn die Umkleide rund vier Meter über den Spielfeldern liegt.

Die Trainingsplätze selbst fügen sich zwischen Stich & Schäller und die Grüngutsammelstelle ein. Und das Beste: Veränderungen an der Sammelstelle müssten nach Rohrmosers Planung nicht durchgeführt werden. Auch für Freunde des Mountainbike-Sports gibt es eine gute Nachricht. Auf der Fläche unterhalb der Grüngutsammelstelle könnte ein Dirt Trail entstehen.

„Die Planung ist super“, freute sich Bürgermeister Michael Asam. Damit sei auch die Forderung des Landkreises, die Kiesgrube ordentlich zu überplanen, vom Tisch.

Finanziell befindet sich die Gemeinde noch in der Grauzone. „Für einen Kunstrasen und einen natürlichen Platz rechne ich mit etwa 1,4 Millionen Euro“, so Rohrmoser. Umkleidegebäude und Parkplätze nicht einberechnet. Bevor auf der alten Kiesgrube also tatsächlich der Ball rollen kann, muss noch viel diskutiert werden. Und das Projekt vor allem der Haushaltsdebatte 2013 standhalten.

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