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Starkes Team mit einem großen Ziel: Atreju (Mitte) und der Glücksdrache Fuchur wollen die Kindliche Kaiserin retten. 

Unendliche Geschichte in Rottenbuch

Atreju, Fuchur und Bastian retten die Kindliche Kaiserin

Die unendliche Geschichte von Michael Ende haben die Schüler der Regens Wagner Fachakademie für Sozialpädagogik auf die Bühne gebracht. Es war ein Erlebnis.

Rottenbuch– „Die unendliche Geschichte“, frei nach dem Buch von Michael Ende hatten die Schüler der Regens Wagner Fachakademie für Sozialpädagogik in diesem Jahr auf die Bühne gebracht. Die Zuschauer waren überwältigt. „Was soll ich sagen, jedes Wort ist zu viel. Ich will euch nicht aus euren Träumen reißen!“, meinte Schulleiter Stefan Eblenkamp.

Vorangegangen war ein gut zweieinhalbstündiger Traum aus fantastischen Kostümen, farbenprächtigen Bühnenbildern und beseelt gesungenen Liedern. Die Fachakademie für Sozialpädagogik hatte wieder einmal alle Talente ausgespielt. Angefangen bei der künstlerischen Gestaltung des Bühnenbilds, über Chor und Band bis hin zu talentierten Darstellern. Unter der Leitung von Susanne Hosp (Gesamtleitung), Petra Watzlawick (Chor), Michael Fiedczak (Musik) und Margit Stegherr (Maske, Requisiten) hatten sich die Schüler in wochenlanger Arbeit das Stück angeeignet.

Im Mittelpunkt steht der schüchterne, unbeliebte Schüler Bastian Balthasar Bux (Melanie Böhm). Von seinen Mitschülern verspottet und ausgelacht, stiehlt er ein geheimnisvolles Buch aus einem Antiquariat und taucht ein in die bewegende Geschichte des Landes Phantasien. Dort regiert die Kindliche Kaiserin (Nadine Holland), die schwer erkrankt ist und zu sterben droht. Dadurch ist auch ihr Land dem Untergang geweiht, das Stück für Stück vom unheimlichen „Nichts“ verschlungen wird.

Die letzte Hoffnung, das Reich zu retten, ruht auf dem tapferen Atreju (Timo Dahlenburg), den die Kindliche Kaiserin aussendet, ein Heilmittel gegen die Krankheit und damit das Verschwinden des Landes Phantasien zu finden. Der macht sich mit seinem Pferd Artax auf den Weg. In den Sümpfen der Traurigkeit verliert er sein Pferd, begegnet aber dem Glücksdrachen Fuchur und bekommt von der weisen Morla den entscheidenden Hinweis, um die Kaiserin zu heilen. Ein Menschenkind soll ihr einen neuen Namen geben.

Bastian Balthasar Bux, der die Geschichte mit Spannung liest, weiß den Namen, den er ihr geben würde: „Mondenkind“. Doch wird er es wagen, diesen Namen laut zu rufen und den Fluch zu brechen?

Ansprechend und verständlich erweckten die Darsteller das Stück mit fantasievollen Bildern und Masken zum Leben. Ein besonderer Augenschmaus waren die Lichteffekte. Vom Schwarzlicht und dem merkwürdigen Tanz der Borkentrolle bis hin zu schillernden Farbeffekten und Lichterregen entstand ein ganz eigener Zauber. Der Chor beeindruckte mit stimmgewaltigen Solisten, allen voran Luisa Schnell. Live-Musik gab es von der Band.

Gewitzte Dialoge taten ein Übriges, um das Stück zu einem Erfolg werden zu lassen. „Das ist ein Mann! Mädels, noch mal langsam!“, wiederholten die Borkentrolle zum Beispiel einen Auftrag für den jungen Helden Atreju. Der muss einsehen, dass nicht er der Retter der Kindlichen Kaiserin sein kann, sondern Bastian, der sich schließlich doch noch traut. Folgerichtig lautet der ermutigende Refrain des Schluss-Songs: „Tu was du willst, bleib, was du bist. Geh deinen Weg und lass nicht mit dir scherzen. Bleib dir treu und folge deinem Herzen!“ 

  Ursula Fröhlich

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