Zwei schwere Unfälle

Fußgänger (15) und Radlerin (66) schwer verletzt

  • Sabine Krolitzki
    vonSabine Krolitzki
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Lechbruck/Rieden - Ein Fußgänger (15) und eine Radlerin (66) aus dem südöstlichen Altlandkreis Schongau schwer verletzt: Zwei schlimme Unfälle sind am Sonntag und Montag passiert. In beiden Fällen waren Ersthelfer sofort zur Stelle.

Polizeibericht I:
Der 15-jährige Bub aus dem südöstlichen Altandkreis Schongau hatte ein Riesen-Pech: Gegen 8.30 Uhr war eine 33-jährige Ostallgäuerin mit ihrem Auto in der Bahnhofstraße in Lechbruck unterwegs. Sie folgte an der Kreuzung am Bahnhof der abknickenden Vorfahrtsstraße dem weiteren Verlauf der Fahrbahn. Zur gleichen Zeit wollte der 15-Jährige im Kurvenbereich die Straße überqueren. Der Schüler wurde dabei von der Autofahrerin erfasst und auf die Windschutzscheibe geschleudert. 

Der Bub wurde lebensgefährlich verletzt

Dabei zog er sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Mehrere Passanten leisteten Erste-Hilfe und kümmerten sich auch um die unverletzt gebliebene Autofahrerin. Der Junge wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. 

Er konnte das Auto nicht hören

Wie die Polizei berichtet, hatte er Kopfhörer im Ohr und zusätzlich kreischte laut eine Kreissäge. "Deshalb hat er das herannahende Auto wohl überhört", so ein Sprecher der Polizei. "Das waren mehrere unglückliche Zufälle auf einmal. Was den Bub allerdings nicht davon entbindet, an der Straße rechts und links zu schauen."

Die Füssener Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen und bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer 08362/9123-0 zu melden. Durch die Staatsanwaltschaft Kempten wurde ein Sachverständiger mit der Erstellung eines Unfallgutachtens beauftragt. 

Polizeibericht II: Radlerin (66) wurde durch die Luft geschleudert

Am frühen Sonntagnachmittag kam es auf der B16 an der Abzweigung nach Erkenbollingen bei Rieden am Forggensee zu einem Unfall zwischen einer 66-jährigen Frau aus Günzach und einem 19-jährigen Mann, ebenfalls aus dem südöstlichen Altlandkreis Schongau. Der 19-Jährige fuhr mit seinem Fiat Punto von Füssen in Richtung Rieden am Forggensee, als auf Höhe der Abzweigung nach Erkenbollingen eine Frau mit ihrem E-Bike unmittelbar vor dem überraschten Autofahrer die Fahrbahn querte. 

Kurz vor dem Zusammenprall rief sie ihrem Mann noch etwas zu

Besonders bitter: Ihrem Ehemann, welcher am Straßenrand wartete, bis die Straße frei vom Verkehr war, rief sie beim Losfahren noch zu, wieso er denn so langsam sei, als es auch schon zum Zusammenstoß kam. Der 19-Jährige machte, nachdem er die Gefahr erkannte, sofort eine Vollbremsung und wich nach rechts in die Wiese aus. Dennoch prallten die Verkehrsteilnehmer zusammen, wobei die Radfahrerin etliche Meter durch die Luft geschleudert wurde. Hierbei zog sie sich schwere Verletzungen am rechten Bein und an ihrem linken Arm zu. Die Frau wurde zur weiteren Behandlung mit dem Helikopter in die Unfallklinik Murnau geflogen. 

Das E-Bike brach durch den Aufprall regelrecht auseinander. Auch am Fiat entstand ein größerer Schaden von ca. 3000 Euro. Es waren sofort mehrere Ersthelfer zur Stelle, welche sich um die verletzte Frau kümmerten. Darunter waren glücklicherweise auch zwei Ärzte. Während der Unfallaufnahme halfen mehrere der hilfsbereiten Ersthelfer auch bei der Verkehrsregelung.

sak

Rubriklistenbild: © dpa

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