Handschellen klicken in Schongau

Mit drei Promille Unfall gebaut und abgehauen

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Schongau/Peiting - Mit drei Promille einen Unfall verursachen. Vorgeben, die Unfallstelle absichern zu wollen. Dann einfach abhauen, sich von der Polizei erwischen lassen – und auch noch aggressiv werden: Ein Peitinger (49) hat es am Freitag genau beinander gehabt. Die Polizisten ließen die Handschellen klicken.

Ganz schön dreist: Er gab an, die Unfallstelle absichern zu wollen, dann machte er sich aus dem Staub. Es kam noch schlimmer: Als die Polizei den Unfallverursacher kurz darauf dingfest machen konnte, mussten die Handschellen zum Einsatz kommen, so aggressiv trat der Flüchtige den Beamten gegenüber. Warum, das wurde schnell klar: Der Peitinger (49) hatte ganze drei Promille im Blut. Den Rest des Freitagabends musste er in der Ausnüchterungszelle der Schongauer Polizei verbringen.

Die Geschichte begann so: Der 49-Jährige war am Freitagabend gegen 19.30 Uhr auf der B 17 unterwegs. Auf der Lechtalbrücke war vor ihm eine Schongauerin (71) unterwegs. Ihr Auto erkannte der Mann zu spät und fuhr dem Wagen vor ihm ungebremst ins Heck. Das Auto der Schongauerin wurde durch die Wucht des Aufpralls unkontrollierbar. Der Wagen schleuderte auf die Gegenfahrbahn, wo er dann zum Stehen kam. Die Schongauerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

Der Unfallverursacher hielt zunächst an und gab vor, er werde sich um die Absicherung der Unfallstelle kümmern. Der Peitinger sicherte jedoch weder die Unfallstelle ab, noch gab er seine Personalien an. Stattdessen setzter er sich in sein Auto und furh einfach davon – und einer Polizeistreife, die gerade auf dem Weg zum Unfall war, direkt in die Arme. Die Beamten sichteten den Unfallflüchtige im Gegenverkehr.

Sie folgtem dem Peitinger, der schließlich auch zum Anhalten bewegt werden konnte. Bei der Kontrolle jedoch zeigte sich der Peitinger jedoch nicht unbedingt von seiner Schokoladenseite. Nicht genug damit, dass er völlig uneinsichtig war, er verhielt sich obendrein aggressiv. Die Polizisten mussten dem Mann schließlich Handschellen anlegen, um ihn zu bändigen.

Der Grund für das augenscheinlich auffällige Verhalten wurde später von einem Alko-Test untermauert: Der 49-Jährige war mit knapp drei Promille unterwegs gewesen. Ihn erwarten nun mehrere Strafverfahren – unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht, außerdem wegen fahrlässiger Körperverletzung. Des Weiteren ordnete der Ermittlungsrichter, in Anbetracht der Straftaten und der damit zu erwartenden Strafe, die Sicherstellung des Führerscheins und eine Blutentnahme an. Ober er darüber noch in der Ausnücherungszelle nachgegrübelt hat, ist unklar.

Barbara Schlotterer-Fuchs

Rubriklistenbild: © dpa

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