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Acht kleine Mangalitza-Schweinchen genießen die Sonnenstrahlen in freier Natur. Sie sind der ganze Stolz von Züchter Reinhard Demmler.

Urrasse erblickt Licht der Welt

Die Wollsau-Ferkel von Familie Demmler

Schwabniederhofen - Acht Ferkelchen versüßen seit wenigen Wochen das Landwirtschafts-Leben von Familie Demmler aus Schwabniederhofen. Nicht irgendwelche. Es handelt sich um eine ganz besondere Rasse.

Große Schweinerei bei Familie Demmler in Schwabniederhofen. Es hat Nachwuchs gegeben. Acht kleine Ferkel genießen seit wenigen Tagen ein richtiges Schweineleben. Nicht eingepfercht in einer engen Stallung, nein, so richtig mit Freilauf und Blick in die bayerische Heimat. Der Himmel weiß-blau über den Tieren, das weit gesteckte Gelände – so richtig zum Austoben. Das besondere an der Sache: Die Schweine von Reinhard Demmler sehen irgendwie anders aus, unterscheiden sich ganz und gar von den sonst gewohnten Hausschweinen.

Des Rätsels Lösung erklärt der stolze Besitzer selbst. Es tummeln sich Mangalitza-Schweine auf dem Areal, auch Wollschweine genannt. Die zündende Idee zur neuen Leidenschaft von Reinhard brachte seine Schwester vom Urlaub aus der Steiermark mit. Sie hatte dort die erste Bekanntschaft mit den Mangalitza-Schweinen gemacht. Erst in Natura und etwas später auf dem Teller.

Schweinemutter „Charlotte“ mit einem ihrer kleinen Racker – der Größenunterschied ist (noch) enorm.

Sie erkannte sofort den Unterschied und gab ihre Erfahrungen an ihren Bruder weiter. Es ging Schlag auf Schlag. Reinhard machte sich über diese Rasse schlau und ging „back to the roots“. Also zurück zu einer Urrasse der Schweinerei. Drei verschiedene Arten gibt es von den aus Ungarn stammenden Schweinen. „Blonde“, „Rote“ und die „Schwalbenbäuchigen“, für die sich Reinhard entschied.

Besonders gutmütig, vom zufriedenen Grunzen ganz zu schweigen. Drei „alte Hasen“ begründeten die Zucht. Paula, Gustl und Charlotte, die jetzt eine so stolze Mutter von acht Jungen geworden ist. Doch nicht Gustl ist der Vater und Erzeuger der kleinen Racker. Reinhard Demmler suchte im weiteren Umfeld nach einem geeigneten Wollschwein-Eber.

Er wurde fündig, Franzl kam zu seiner Sternstunde, wobei Stunde sehr übertrieben ist. Dazu trat Charlotte die Reise zu ihrem Auserwählten an. „Man bringt die Sau zum Eber“, so eine alte Weisheit unter Schweinezüchtern.

Genau drei Monate, drei Wochen und drei Tage dauerte es bis zur Stunde der Wahrheit. Dann die Erleichterung bei allen – alles verlief wie am sprichwörtlichen Schnürchen. Acht kleine Mangalitza Schweinchen bevölkern seither gemeinsam mit den alten Sauen Reinhards Freiluftgehege. Fast vergessen, da ist noch „Elvis“, ein Gasteber, der für einige Wochen für Kurzweiligkeit sorgen soll.

Hans-Helmut Herold

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