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Vereidigung der jungen Soldaten auf dem Sportgelände in Altenstadt. Sie legten den Fahneneid ab.

Vereidigung Altenstadt

Treue und Tapferkeit

Altenstadt - „Treue und Tapferkeit beim Eintreten für die freiheitlich demokratische Grundordnung macht Sie unmittelbar zu einer Korsettstange unserer Gesellschaft.“ Das sagte Oberstleutnant Roland Pietzsch bei der Vereidigung von 229 Feldwebel- und Unteroffizieranwärtern des Ausbildungsbataillons 3.

Die Ehrenformation mit der Fahnenabordnung und das Gebirgs-Musikkorps sowie die Offiziere vorgesetzter und befreundeter Dienststellen, MdL Harald Kühn, die Bürgermeister aus Altenstadt, Schongau, Peiting und Umgebung sowie die Eltern und Geschwister der Soldaten bildeten den Rahmen für die Gelöbnisfeier der 229 Soldaten auf dem Altenstadter Sportplatz.

Es war am Donnerstagnachmittag der erste Vereidigungsappell nach der Verlegung der 2. Kompanie des Bataillons von Füssen nach Altenstadt. „Sie sind heute angetreten, um feierlich zu geloben, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“, sagte Harald Kühn. Damit verbunden sei die Bereitschaft, für dieses Land und seine Menschen einzustehen. „Sie haben sich dazu entschieden, zu dienen.“ Dienen bedeute, für eine Sache einzutreten. Das setze vor allem eine innere Überzeugung voraus. „Wer dient, weiß um die Bedeutung von Solidarität.“

Für Kühn leisten die Soldaten einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit der Bürger. Deutschland brauche die Bundeswehr. Kühn machte deutlich: „Der Landkreis Weilheim-Schongau und die Gemeinde Altenstadt stehen zur Bundeswehr.“ Dieses freundschaftliche Verhältnis solle bei dieser Vereidigung zum Ausdruck kommen. Und schließlich: „Unser Land braucht Menschen wie Sie, die bereit sind, unser Land, seine Bürger und Werte zu schützen.“

Verfolgten aufmerksam das Geschehen: Mehrere Bürgermeister und MdL Harald Kühn (rechts).

Oberstleutnant Roland Pietzsch, Kommandeur des Ausbildungsbataillons, beglückwünschte die Soldatinnen und Soldaten für ihren Entschluss, die Laufbahn des militärischen Führers einzuschlagen. Damit käme dem Treueeid besondere Bedeutung zu. Pietzsch sprach über Pflichten und Gehorsam, über Beispielhaftigkeit im Auftreten und auch davon, dass Rechtmäßigkeit und Fürsorge für die Untergebenen Richtschnur allen Handels sein müsse.

Einen Einblick in die Ausbildung der Lehrgangsteilnehmer gab Stabsunteroffizier Steven Dötsch. Der junge Soldat mit Vollbart schilderte am Rednerpult seine ersten Eindrücke, die er in den sechs Wochen der Ausbildungszeit gesammelt hatte: Antreten, Wendungen und Formaldienst, Marschieren mit und ohne Gepäck, Waffen- und Schießausbildung, Hören und Sehen bei Nacht. „Uns wurden des Öfteren die Grenzen aufgezeigt.“ Dötsch sagte auch, er diene Deutschland, weil er das Privileg hatte, unbeschwert darin aufwachsen zu dürfen.

Wie es sich für eine Gelöbnisfeier gehört, spielte das Musikkorps aus Garmisch-Partenkirchen zwischen den Reden den „Bayerischen Präsentiermarsch“ und den „König Ludwig II-Marsch.“ Gemeinsam sangen die Soldaten mit den geladenen Gästen, ihren Eltern und Geschwistern die deutsche Nationalhymne und die Bayern Hymne. Zum Gelöbnis intonierte das Musikkorps den Choral „Bayerisches Militärgebet“.

Dem Appell am Nachmittag ging am Vormittag der Gelöbnis-Gottesdienst in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne voraus.

Walter Kindlmann

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