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Ein herausragendes Ereignis im Leben eines jeden Soldaten: Der Eid: „Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen...". 

Vereidigungsappell in der Altenstadter Kaserne

Treueschwur von 220 Soldaten

Altenstadt - „Mit Ihrem Schwur übernehmen Sie eine herausragende und nachhaltige persönliche Verpflichtung für die Bundesrepublik Deutschland.“ Das sagte Oberstleutnant Roland Pietzsch zu den 220 zur Vereidigung angetretenen Soldaten, des Feldwebel- und Unteroffizier Ausbildungsbataillon 3.

Die Ehrenformation mit der Fahnenabordnung und das Gebirgsmusikkorps sowie die Offiziere vorgesetzter und befreundeter Dienststellen, Vertreter aus Politik, der Polizei, der Geistlichkeit, dem Finanzamt und der Schulen sowie die Eltern und Geschwister der Soldaten bildeten den Rahmen für die Gelöbnisfeier auf dem Appellplatz in der FJS-Kaserne in Altenstadt.

Zum Einmarsch spielte das Musikkorps den Marsch „Regimentsgruß“. Es war am vergangenen Donnerstagnachmittag der erste Vereidigungsappell in der Kaserne nach der Verlegung der 2. Kompanie des Bataillons von Füssen nach Altenstadt.

Oberstleutnant Pietzsch sagte in seiner Rede auch, die Soldaten würden fortan nicht nur Einschränkungen in ihrer persönlichen Lebensführung in Kauf nehmen, vielmehr würden sie auch ihre Person binden, um in der Bundeswehr zum Erhalt der freiheitlich demokratischen Grundordnung beizutragen. Es gehe nicht nur darum, heute den Eid besonders laut und eindrucksvoll nachzusprechen, sondern vielmehr ihn über eine lange Dienstzeit auszufüllen und zu gestalten.

„Sie alle werden zukünftig als militärischen Vorgesetzte in der Austragserfüllung und einsatzgleichen Verpflichtungen gefordert sein“, betonte Pietzsch. Dazu gehöre vor allem Verantwortung und Fürsorgefunktion sowie vorgelebte Treue und Tapferkeit in jeder Lage für die unterstellten Soldaten.

Angehörige der zu vereidigenden Soldaten nutzten die Gelegenheit zu Fotos für das Familienalbum. 

Einen Einblick in die Ausbildung während der ersten Wochen gab Stabsunteroffizier und Feldwebelanwärter Patrick Fiedler, Soldat seit 1. Oktober 2016. Die Einkleidung in den ersten Tagen sei etwas ganz besonderes gewesen. „Das war ein emotionaler Baustein.“ Es folgten Unterrichte über Rechte und Pflichten der Soldaten, über die Handhabung von Handfeuerwaffen und die Ausbildung zum Ersthelfer.

Ein ganz besonders Erlebnis sei das dreitägige Biwak im Sauwald gewesen. Zelte wurden aufgebaut und Stellungen ausgehoben. Und dies alles bei Regen. „Das waren die ersten Unannehmlichkeiten.“ Feldwebelanwärter Fiedler sieht des Beruf als Soldat nicht nur als Beruf, sondern als Berufung.

Wie es sich für eine Gelöbnissfeier gehört, spielte das Musikkorps etliche Märsche und zum Abschreiten der Front den Bayerischen Defiliermarsch. Zur Vereidigung intonierte das Musikkorps den Choral „Bayerisches Militärgebet“, zu dem die Soldaten gelobten, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen – so wahr mir Gott helfe.“

Gemeinsam sangen die Soldaten und die Gäste die Deutsche Nationalhymne und die Bayernhymne. Soweit textsicher.

Bereits am Vormittag nahmen die Soldaten am ökumenischen Gottesdienst in der Mehrzweckhalle teil, den die beiden Militärpfarrer Heike Ranke und Stefan Bauhofer gestaltet haben. Die Bläsergruppe Altenstadt sorgte für die musikalische Umrahmung. 

Walter Kindlmann

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