Da hätte sie nach dem Wunsch der Schwabsoier Gemeinderäte hinkommen sollen, die Verkehrsinsel auf der WM 3 am Ortseingang von Schwabsoien. Da ein alternativer Standort weiter im Ort ihrer Meinung keinen Sinn macht, wurde die Insel kurzerhand abgelehnt.

Verkehrsinsel am Ortseingang abgelehnt

Schwabsoien - Lange debattiert haben die Schwabsoier Gemeinderäte über eine mögliche Verkehrsinsel auf der WM 3 am Ortseingang von Schwabsoien - um sie dann doch abzulehnen.

Noch in der zurückliegenden Januar-Sitzung waren sich die Schwabsoier Gemeinderäte einig, dass eine solche Verkehrsinsel dringend erforderlich sei, um den von Schwabbruck kommenden Straßenverkehr am Ortseingang einzubremsen. In greifbare und vor allem günstig-finanzierbare Nähe war die schon lange angedachte Verkehrsinsel gekommen, weil das Straßenbauamt heuer die Straße ohnehin sanieren will (wir haben berichtet).

Angedacht und wünschenswert war die Verkehrsinsel für die Schwabsoer auf der Kuppe der Straße oberhalb der Einfahrt zum Brucker Berg. „Bei einem Ortstermin sind wir aber zu dem Schluss gekommen, dass es nur einen anderen Standort geben kann“, berichtete zweiter Bürgermeister Siegfried Neumann von besagtem Termin. „Denn bei der Kuppe gibt es Sichtprobleme, da kann es zu einer Gefahrenstelle kommen“, erklärte Peter Reichert vom Straßenbauamt Weilheim. Daher komme nur eine Verkehrsinsel auf der WM 3 weiter hinter der Kuppe und dem Ortseingang in Frage. „Auf der Kuppe wäre die Insel nur mit einer Absenkung der besagten Kuppe möglich.“

Der einzig möglich Standort sowie eine nur einseitige Ausweitung der Bucht für den ortseinwärts fahrenden Verkehr passte den Gemeinderäten dann aber so gar nicht ins Konzept: „Mich wundert, dass nur die Fahrzeuge aus Schwabbruck kommend in der Insel eine leichte Kurve fahren, denn auch ortsauswärts wird zu schnell gefahren“, monierte etwa Rudi Kögel und befürchtete, dass die ganze Maßnahme nichts bringe.

laut Reichert wäre allerdings auch eine beidseitige Ausweitung der Insel möglich, dazu müsste jedoch der seitige Gehweg weiter nach innen verlegt und dafür der leicht abfallende Hang befestigt werden. Und das würde die geschätzten Kosten von rund 21 000 Euro um etwa 5000 Euro erhöhen.

In der Diskussion wurde deutlich, dass sich die Gemeinderäte mit dem einzig möglichen Insel-Standort nicht anfreunden konnten. Ulrich Starker brachte es auf den Punkt: „Eine Verkehrsinsel hinter den ersten Häusern macht keinen Sinn. Außerdem haben wir noch andere Ortseingänge, die eine Insel nötig hätten.“

Und in diesem Sinne legte der Schwabsoier Gemeinderat - gegen die Stimme von Interims-Bürgermeister Siegfried Neumann (11:1 Stimmen) - die geplante Verkehrsinsel auf der WM 3 am Ortseingang von Schwabsoien zu den Akten. Jetzt sollen stattdessen alle anderen Mittel ausgeschöpft werden, den von Schwabbruck kommenden Verkehr am Ortseingang Schwabsoien abzubremsen.

Jochern Schröder

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