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Hatten jede Menge Spaß bei der Versteigerung in der Aula der Schongauer Grundschule: Irmgard Schreiber-Buhl und Auktionator Tobias Kalbitzer.

Benefiz-Aktion

Cobi-Reiser-Mosaike: Bei Versteigerung 1428 Euro eingenommen

Schongau - Die Benefiz-Versteigerung zur Rettung der Cobi-Reiser-Bilder in der Staufer-Grundschule brachte 1428 Euro in den Spendentopf.

Auktionator Tobias Kalbitzer und Lehrerin Irmgard Schreiber-Buhl hatten alle Hände voll zu tun. Nach der drei Stunden dauernden Versteigerung sind von den 106 Sachspenden lediglich vier übrig geblieben. Deutlich weniger Interesse bestand am Inventar der Schule.

Von Walter Kindlmann

Schongau – Versteigert wurden neben den Sachspenden auch eine Auswahl des Inventars aus der Turnhalle und aus dem Block B der Grundschule. „Es werden spannende Stunden, je nachdem wie fleißig Sie sind“, versprach Auktionator Tobias Kalbitzer den 30 Interessenten eingangs der Benefiz-Veranstaltung. Er selbst sei lediglich dazu da, „den Hammer zu schwingen“.

Das musste der zweite Bürgermeister von Schongau die drei Stunden sehr oft. An Spendern für diese Auktion hat es nicht gemangelt. 21 Geschäfts- und Privatleute haben mit ihren 106 Sachspenden zur Rettung der Cobi-Reiser-Bilder beigetragen. Irmgard Schreiber-Buhl hat sie alle aufgereiht. Jeden Gegenstand hat sie aufgerufen und den 30 Interessenten gezeigt und erklärt. An Tobias Kalbitzer lag es danach, nach dem jeweiligen Startgebot das beste Ergebnis zu erzielen.

Keine Mühe hatte der Auktionator mit der Original-Karikatur des bekannten Karikaturisten Dieter Hanitzsch. Die Buntstift-Zeichnung zeigt einen Esel mit dem Gesicht eines ehemaligen Bundeskanzlers. Auf dessen Rücken sitzt Franz Josef Strauß. Der Titel der Karikatur: „Gemeinsam unterwegs.“ 300 Euro war das Startgebot. Es war nur ein Bieter, der diese Karikatur haben wollte und – wie bei der Auktion üblich – die 300 Euro bar auf den Tisch der beiden Kassiererinnen legte.

Von den 106 Sachspenden sind gerademal vier übrig geblieben. Zum angebotenen Inventar der Grundschule gehörten Garderoben und Kinderbänke, Original-Waschtische mit Spiegel, Decken- und Wandleuchten. Tische und Stühle hätten es sogar mehr sein können. „Das suchen die Leut“, sagt Schreiber-Buhl. Keine Käufer fanden sich für die Küchenausstattung (Herd und Spülmaschine), Waschbecken, Türen und Spiegel.

Wenn sich für Sachspenden oder Inventar keine Käufer fanden, ermunterte der Auktionator: „Wer erbarmt sich?“ So war es z.B. mit dem Steinkrug mit Zinndeckel und der Inschrift „Frohsinn, Mäßigkeit und Ruh, schließt dem Arzt die Türe zu.“ Den brachte er für zehn Euro unter den Hammer.

Zu den zufriedenen Käufern gehörte auch Armando Panella. Der Schongauer ersteigerte zwei gusseiserne Gartenstühle für 30 Euro. „Die Stühle gefallen mir, und es ist für einen guten Zweck.“

Es war eine rundum zünftige Auktion, zu der vor allem der Auktionator mit viel Witz beigetragen hat. Mit den derzeit 53 000 Euro auf dem Spendenkonto (40 000 Euro von der Stadt, 13 000 Euro Spenden) können sechs der insgesamt acht Mosaike gerettet werden.

Ziel der Initiative um Irmgard Schreiben-Buhl ist es aber, alle acht Mosaike zu retten. Der Benefiz-Versteigerung sollen weitere Aktionen folgen. „Eventuell finden wir ja auch Darlehensgeber, die sich in das Spendenkonto einbringen wollen“, sieht Schreiber-Buhl eine weitere Möglichkeit. „Die Schongauer wären traurig, wenn die Cobi Reiser Bilder nicht mehr da wären“, ist sich die Lehrerin da ganz sicher.

Helmut Vollmann, Gründungsmitglied und Mitglied im Vorstand des Historischen Vereins Schongau und Land, sagte, „es ist gut, dass auf diesem Wege Objekte vor der Verschrottung gerettet werden können".

Walter Kindlmann

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