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Glücklich über ihr tolles Ergebnis: Die fünf besten Absolventen (Namen und Notendurchschnitt siehe Kasten unten).

Realschule Pfaffenwinkel

So viele Absolventen wie noch nie

Schongau - Mit acht zehnten Klassen wurden heuer so viele Schüler wie noch nie in der Realschule Pfaffenwinkel verabschiedet. 180 Absolventen bekamen ihre Entlasszeugnisse überreicht.

Es war eine wahre Mammutaufgabe, die Schulleiter Christian Zingler und seine Lehrer zu absolvieren hatten. Acht zehnte Klassen beendeten ihre Ausbildung heuer, 180 Schüler auf einen Schlag bekamen ihre Zeugnisse überreicht. Wie gehabt, wurden die Klassen in der Aula der Realschule Pfaffenwinkel verabschiedet, auch wenn dort diesmal angesichts der vielen Schüler und ihrer Eltern kaum noch Platz war.

„Ich habt es geschafft. Und ihr seid geschafft“, merkte Christian Zingler bei der Begrüßung der Anwesenden an. Man habe sehr viele Schüler zu verabschieden, der Anfang eines neuen Kapitels im Leben der Jugendlichen, so der Schulleiter. Jetzt, nach der Schule, heiße es ankommen im Leben, bemerkte der Rektor und gab seinen Eleven, zu diesem Zeitpunkt Noch-Zehntklässler, mit auf den Weg. „Wer vermeiden will, der sucht Gründe“, so Zingler. „Doch wer erreichen will, der sucht Wege.“

„Wir, die Schüler, sind am Ziel. Die Lehrer am Ende“, merkte Madeleine Schmid mit einem Schmunzel an. Die einen seien zufrieden mit ihren Zeugnissen, die anderen ein bisschen weniger. Aber sei das hier schließlich nicht die Show „Wünsch dir was“, sondern „so ist es“, so die Schülersprecherin. Und man sei zusammengekommen, um den Schulabschluss zu feiern. „Zehn Jahre Schule haben wir nun hinter uns.“ Zehn Jahre Bildung habe man hinter sich, „zumindest wurden Freundschaften gebildet“, zehn Jahre voller neuer Feinde und alter Freunde. Zehn Jahre habe man gelernt und als Ergebnis gute und schlechte Noten geschrieben. Zehn Jahre volle Aktivitäten, Klassenfahrten, aber auch Prüfungen und Entscheidungen, wie Schmid rekapitulierte. Und irgendwann seien Bewerbungsgespräche angestanden, die Anstrengung, gute Noten zu schreiben in der neunten Klasse. Schließlich die zehnte Klasse, die man mit Griechenland vergleichen könne. Habe man alles anfangs noch auf die leichte Schulter genommen und von anderen abgeschrieben, sei irgendwann klar geworden, dass man es selber packen muss. Aber mit dem Unterschied, dass es alle geschafft hätten, schloss Madeleine Schmid, die sich nochmals ausdrücklich bei den Lehrern bedankte. Oder wie Zingler meinte, den Klassendompteuren.

Als Oberdompteur versuchte sich Zingler dann ein bisschen als Pfarrer, als er, wie schon Rektorenkollege Thomas Schütz, das Gleichnis vom weisen Wanderer interpretierte. Dessen größter Schatz nicht ein wertvoller Stein ist, sondern die Gabe, diesen mit anderen zu teilen. Viele wüssten gar nicht, welch großer Schatz, welche große Begabung in ihnen schlummerte. Diese Fähigkeit, Lebensfreude und persönliche Stärke müsse man sich erarbeiten, könne man nicht einfach sich schenken lassen oder sich nehmen, vor allem aber müsse man sie der Gesellschaft zur Verfügung stellen, wenn es notwendig werde. Dann werde man selbst wertvoll, „sei Gold wert oder eine Perle“, so Zingler.

Heute nun, zum Abschluss, sei man mit Menschen zusammen, die selbst ihre wertvollen Steine den Schülern einst zur Verfügung gestellt hätten. Und es sei auch nicht immer leicht gewesen mit den Schülern, nun aber würden sie in die Rolle des Tragenden schlüpfen. Und zum Vorbild. Zu weisen Menschen, denn die seien nicht unbedingt alt und greise. Sondern sich ihrer bewusst.

os

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