Bayern-Schock: Müller verpasst wohl Leipzig-Doppelpack

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Die vier jungen „Valentins-Lämmer“ vor ihrer scheuen Mutter. Links eine Aufpasserin, die für Ordnung im Stall sorgt.

Geburt am Valentinstag

Diese vier Lämmchen sollten ein Geheimnis bleiben

Peiting/Langenried - Gleich vier Lämmchen auf einen Streich wurden am Valentinstag in Langenried geboren. Das passiert wahrlich nicht alle Tage - genauer gesagt zum ersten Mal in 22 Jahren. 

Die vier Lämmer kamen auf dem Hof von Karl Klinke in Langenried zur Welt. Eigentlich wollte Karl Klinke das Ereignis für sich behalten. Als kleines Geheimnis sozusagen. Doch dann ging es mit ihm förmlich durch. In geselliger Männerrunde, beim Schafkopfen. Da wird ja viel erzählt, Wahres und manchmal auch etwas daran vorbei. So auch an diesem Abend, als sich Karl Klinke mit seinen Freunden zum munteren Kartendreschen trifft. Beim Ausspielen eines Trumpfes zieht er gleich noch einen Trumpf nach: Die Geschichte von seinen vier neugeborenen Lämmern.

Seine drei Mitspieler nehmen kaum Notiz davon, das Blatt in der Hand erscheint wichtiger. Außerdem soll man ja nicht so viel reden, das Spiel hat Vorrang. Ist ja schließlich kein Kaffeeklatsch gesprächiger Ehefrauen. Die Karten werden neu gemischt, die Vierlinge nochmals angesprochen. Dann funkt’s, die Mitspieler werden hellhörig. Vier Lämmer auf einen Schlag beim Klinke Karl? Das ist selbst den hartgesottenen Kartlern eine kleine Pause wert. Vor allem muss Karl mal rausrücken, wie er überhaupt zu seinen Schafen gekommen ist. Wie sich die ganze Leidenschaft zu den Vierbeinern entwickelt hat. Eine Runde – und Karl erzählt.

Lebendes Geschenk zum Hochzeitstag

Es war 1994, als ein Studienkollege, der mit Karl Landwirtschaft studiert hat, zu seiner Hochzeit ein lebendes Geschenk mitbrachte. Aus einer Transportkiste für junge Ferkel schaute ein kleiner Schafskopf heraus. Putzmunter, so richtig zum Streicheln auffordernd. Aber ein einzelnes Schäfchen? Wer fühlt sich schon gerne alleine wohl? Karl reagiert schnell, bevor jemand den Gedanken eines schmackhaften Ostermahls aufgreift. Von seinem Bekannten aus Schongau, dem Reßle Franz aus der Dornau, bekommt Karl leihweise zwei Mutterschafe mit ihren Jungen. Denen wird das Hochzeits-Lämmchen quasi untergejubelt. Nach erfolgreichem Durchlaufen der Kinderstube kommen die Mutterschafe wieder zurück in die Dornau, die Jungtiere bleiben bei Karl. Eine neue Leidenschaft ist geweckt.

In 22 Jahren zum ersten Mal Vierlinge

Karl Klinkes Mutterschafe, mittlerweile sind es sechs an der Zahl, haben immer wieder für Nachwuchs gesorgt. 22 Jahre lang hat Karl mit seinen Schafen schon viel erlebt, aber Vierlinge? Das gab es noch nie. Das ist was ganz Besonderes, da kann man schon mal beim Schafkopfen die Karten aus der Hand legen.

Tieren ein neues Zuhause schenken: Adoptieren oder kaufen? 

Hans-Helmut Herold

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