Auf diesem Grundstück will die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel das vierstöckige Wohn- und Geschäftsgebäude verwirklichen. Im Hintergrund der Stammsitz der Bank.
+
Auf diesem Grundstück will die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel das vierstöckige Wohn- und Geschäftsgebäude verwirklichen. Im Hintergrund der Stammsitz der Bank.

Vier Stockwerke für Wohnen und Gewerbe

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
    schließen

Die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel hat Großes vor in Peiting: In unmittelbarer Nähe zum Stammsitz an der Bahnhofstraße will das Kreditinstitut ein vierstöckiges Wohn- und Geschäftsgebäude errichten. Am Dienstag hat der Gemeinderat die nötige Änderung des Bebauungsplans angestoßen.

Ein gut gehütetes Geheimnis ist gelüftet

Peiting – Es war bislang ein gut gehütetes Geheimnis, was die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel mit dem freien Gelände an der Ecke Bahnhofstraße/Bergwerkstraße direkt neben dem Kreisverkehr vor hat. Hinter verschlossenen Türen hatte die Bank Anfang November dem Peitinger Gemeinderat erstmals ihre Pläne vorgestellt, am vergangenen Dienstag erfuhr nun die Öffentlichkeit, was auf dem Grundstück in nächster Zeit entstehen soll. Zumindest in groben Zügen, denn der Tagesordnungspunkt drehte sich allein um die nötigen Änderungen des Bebauungsplans, damit das Vorhaben verwirklicht werden kann.

Dort muss die Gemeinde gleich an mehreren Schrauben drehen, um das Wohn- und Geschäftshaus möglich zu machen. Die wichtigste betrifft dabei die Höhe des geplanten Gebäudes, das mit vier Stockwerken die umliegenden Häuser überragen soll – nur übertroffen vom nahen Hauptsitz der Bank, der bekanntlich sieben Geschosse umfasst. Erlaubt seien im Bebauungsplan für das Gebiet bislang maximal zwei Stockwerke, sagte Marktbaumeister Fabian Kreitl, der jedoch keine Bedenken gegen eine entsprechende Änderung hatte. Aus städtebaulicher Sicht sei das geplante Gebäude an der Stelle gut machbar, es sei weder zu groß noch zu klobig. Bemerkenswert fand Kreitl, dass das Gebäude ein Satteldach bekommen soll. Das sei bei einem solchen Vorhaben nicht selbstverständlich. Überhaupt zeigte sich der Marktbaumeister äußerst angetan vom ersten Entwurf, den die Architekten der Bank vorgelegt hatten. Er lobte den Innenhof samt Grünanlage, den der Gebäudekomplex bekommen soll. Auch die Bäume auf dem Areal würden erhalten bleiben, betonte er. Mehr Details gab es in der Sitzung jedoch nicht und auch sonst keine Wortmeldungen aus dem Gremium. Einstimmig brachte der Gemeinderat die Änderung des Bebauungsplans auf den Weg.

Sehr frühes Planungsstadium: Gewerbenutzung und Wohnungen

Bedeckt hält sich auch die Bauherrin selbst. Auf Nachfrage der Heimatzeitung sagt Elisabeth Gruber, Prokuristin der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel und für die Liegenschaften zuständig, man befinde sich noch in einem „sehr frühen Stadium“, weshalb man noch keine Details nennen könne. Fest stehe bislang, dass das Erdgeschoss gewerblich genutzt werden soll und in den Stockwerken darüber Wohnungen entstehen sollen, so Gruber. Wie viele genau, lasse sich noch nicht sagen. Das Grundstück hat die Bank laut der Prokuristin bereits vor einigen Jahren erworben. Für den Neubau soll nicht nur die freie Wiese genutzt werden, sondern auch die Fläche, auf der derzeit noch ein Wohnhaus (Bergwerkstraße 3) steht. „Das wird abgerissen, da eine Sanierung keinen Sinn mehr macht.“ Zudem hat die Bank jüngst noch ein kleines Grundstück am Kreisel erworben, das bislang der Gemeinde gehörte.

Bank errichtet Wohn- und Geschäftshaus rein zur Vermietung

Dass die Raiffeisenbank selbst ein Wohn- und Geschäftshaus rein zur Vermietung errichtet, ist neu. Tatsächlich sei man bislang nur als Bauherr der selbst genutzten Liegenschaften aufgetreten, sagt Gruber. Doch in Zeiten niedriger Zinsen rückt der Immobilienmarkt in den Fokus. Die Nachfrage nach Wohnungen ist bekanntlich auch in Peiting hoch. Mit dem vierstöckigen Neubau erfülle man zudem die Forderungen nach mehr Geschosswohnungsbau und Innenentwicklung, wies Gruber hin.

Bis die Bagger auf dem Grundstück rollen, wird es freilich noch eine Weile dauern. Mindestens ein halbes Jahr müsse man für das Bebauungsplanverfahren rechnen, schätzt Gruber. Erst wenn die Änderung in trockenen Tüchern sei, könne man konkret weiter planen. Übers Knie brechen wolle man nichts, betont die Prokuristin. „Wir haben keinen Zeitdruck.“

Auch interessant

Kommentare