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Das Ensemble Vuimera in der Basilika Altenstadt: Das ganze Klanggefüge beruhigt und entspannt.

Vuimera-Konzert in Basilika Altenstadt

Musik aus dem Bauch, die bewegt

Altenstadt - Etwas Besonderes stand auf dem Programm an diesem Samstagabend in der Basilika Altenstadt. Das Ensemble Vuimera bietet viel mehr als ein übliches Konzert. Die vier Künstler aus dem Allgäu erzeugen mit ihrer einzigartigen Darbietung eine ganz intensive, fast meditative Stimmung.

Auf den Altarstufen der Basilika St. Michael in Altenstadt standen unzählige Teelichter. Ansonsten war es vollkommen dunkel im Kirchenraum. Und voll! Etliche Stühle wurden noch hineingestellt für die zahlreich erschienenen Besucher des Konzerts von Vuimera.

„Wir haben den Wunsch, Menschen mit der Musik zu berühren, die uns selber bewegt und berührt“, erklärt der Initiator der Gruppe Peter Stannecker zu Beginn der Veranstaltung. Und das gelingt den vier Musikern sofort. Peter Stannecker spielt Saxophon. Mal jazzig, mal verträumt und sanft. Stefan Kienle erzeugt leise Töne auf der Mundharmonika und bringt Zauberklänge am Piano. Benno Wechs hat die Steirische dabei, zupft und streicht den Kontrabass. Und er lässt seine Stimme ertönen.

Ebenso wie Hedwig Roth. So könnte man es jedenfalls bezeichnen. Denn ein typischer Gesang ist das irgendwie nicht, was die beiden da präsentieren. Es ist eher ein vollkommen harmonisches Auf- und Abschwingen der Stimmen. Manchmal einem Jodler oder Juchzer nicht unähnlich. Schwer zu beschreiben, aber umso schöner zu hören. Und das ganze Klanggefüge beruhigt und entspannt tatsächlich.

Keiner Stilrichtung zuzuordnen

Die Musik des Ensembles kann man keiner Stilrichtung zuordnen. Sie kommt irgendwie tief aus dem Bauch heraus. Und genauso beschreibt es Stannecker auch zu Beginn: „Wir begeben uns an den Ort, an dem wir spielen wollen, und lassen ihn auf uns einwirken. Dann schreiben wir die Harmonien auf.“ Ein wenig erinnert die Musik an Hubert von Goisern und die berühmten „Juchzer“ von Sabine. Aber auch heimatliche Töne sind dabei, vermixt mit satten Jazzklängen.

Stannecker hatte sich im Vorfeld riesig gefreut, endlich einmal in dieser Basilika mit seinem Ensemble spielen zu dürfen. „Der Raum ist einfach wunderschön“, sagte er zu Beginn. Ein Besucher bei einem anderen Konzert von Vuimera hatte der Gruppe den Vorschlag gemacht, doch einmal in der Basilika aufzutreten. Da würde die Musik des Ensembles hineinpassen. Und damit hatte er vollkommen recht.

Die Gruppe führt ihre Klangwelten gerne auch draußen vor. Besondere Bedingungen sind dabei wichtig. Manchmal sind es Vollmondkonzerte, manchmal machen die vier musikalische Wanderungen durch die Nacht bis zum Sonnenaufgang hin, manchmal spielen sie hoch oben auf einem Berg.

Vuimera macht aber noch viel mehr. Sie haben 2014 das RaumKlangAlpen-Projekt ins Leben gerufen. Mit Hilfe von sehr vielen Sponsoren hat es das Ensemble geschafft, dass alle von ihnen angebotenen Veranstaltungen bei freiem Eintritt stattfinden. Mit den gesammelten Spenden der Besucher können sie somit Benefizprojekte unterstützen. Die Erlöse gingen zu hundert Prozent beispielsweise an Nepal-medical-careflight oder wurde für einen Schulbau in Dandaphaya in Nepal verwendet.

Die Spenden aus diesem Konzert in Altenstadt gehen an die Michael Dacher-Schule in Nepal. Ganz zum Schluss ihrer wunderschönen Veranstaltung wünscht sich das Ensemble einen Moment der Stille und der inneren Einkehr. Die gehörten Klänge wirken nach, erfüllen weiterhin, beruhigen. Nach dem Konzert von Vuimera nimmt man viel mehr mit als nur schöne Musik.

Regina Wahl-Geiger

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