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Komplett neu gestaltet wurden die Außenanlagen rund um die Aussegnungshalle. Im Bild (v.li): Reinhold Jaser, Günther Braun und Thomas Ola.

Arbeiten fast abgeschlossen

Viele Verbesserungen auf dem Schongauer Waldfriedhof

Schongau - Die Sanierungsarbeiten an der Aussegnungshalle im Schongauer Waldfriedhof haben sich leicht verzögert, stehen aber kurz vor dem Abschluss. Bis die neuen behindertengerechten Toiletten genutzt werden können, wird es allerdings noch etwas dauern.

Die Wände sind frisch gefliest, Türrahmen gestrichen, Decken fertig eingezogen, die neue Lüftungsanlage verlegt. Bereits 2009 hatte man mit dem ersten Sanierungsabschnitt im Waldfriedhof begonnen, derzeit werden Phase drei und vier beendet. Die Außenanlagen waren schon bis Allerheiligen weitgehend abgeschlossen.

Rund um das Leichenhaus ist nun statt der alten Teerdecke ein Betonsteinpflaster verlegt, die Grünflächen können bepflanzt werden, sobald dies die Witterung zulässt. Gearbeitet wurde völlig barrierefrei – auch die Ruhebank unter Dach bei der von Künstlerin Andrea Walla gestalteten Wand ist nun ohne Stufe erreichbar. Eine lange Rampe erleichtert den Zugang zur Aussegnungshalle und zu den Aufbahrungsräumen. Lediglich im Bereich der Toiletten muss der Boden nochmal aufgegraben werden: Dort gab es einen Wasserrohrbruch, der zwar notdürftig geflickt ist, aber die Rohre werden komplett ersetzt.

Der rückwärtige Bereich der Aufbahrungsräume wird derzeit farblich neu gestaltet, an der Decke verläuft das neue Lüftungssystem.

Bei den Arbeiten im Leichenhaus hat sich der Zeitplan nur leicht verzögert, aber auch dort ist man bereits weit – die letzten Arbeiten sollen nun binnen weniger Tage abgeschlossen sein. „Den Kostenrahmen von insgesamt 570 000 Euro wird man einhalten können“, schätzt Hochbau-Fachmann Thomas Ola. Wobei es noch eine kleine Unwägbarkeit gibt, weshalb auch die Toiletten noch zwei bis drei Wochen geschlossen bleiben müssen: Die Kanalsanierung in diesem Bereich ist etwas aufwändiger, als zunächst gedacht, es muss ein anderes Verfahren angewandt werden, das mehr Zeit benötigt. Auch kommt es bei der Lieferung der Türen zu einer Verzögerung. Aber das ebenfalls behindertengerechte Dixie-Klo für die Friedhofsbesucher bleibt bis dahin natürlich bestehen.

Wenn die Toiletten dann fertig sind, hat sich das Warten gelohnt, denn diese werden mit der besten Technik ausgestattet – „mehr geht nicht“, so Reinhold Jaser von der Stadt Schongau. Die Türen werden mit elektrischen Öffnern versehen. Diese waren zunächst gar nicht eingeplant, wie Ola verrät. Aber bei der Submission hätten sich Einsparungen ergeben gegenüber dem ursprünglichen Kostenvoranschlag, sodass nun diese Erleichterung für gehbehinderte Friedhofsbesucher noch zusätzlich eingebaut werden kann. Außerdem werden beide Toiletten mit einem Notrufsystem ausgestattet, das direkt mit einer 24-h-Serviceleitstelle verbunden werden soll.

Die Toiletten selbst sind etwas großzügiger gehalten als zuvor – dem rückwärtigen Bereich für das Bestattungsunternehmen hat man ein paar Quadratmeter abgeknapst, in dem man eine Wand versetzte. Der Eingangsbereich bekommt nur eine Türe, auf der anderen Seite schließt eine Glaswand den Windfang.

Im Kostenplan deutlich zu Buche schlägt eine neue Lüftungsanlage, die sich im hinteren Bereich quer durch das Leichenschauhaus zieht. Die vier Aufbahrungsräume werden ebenfalls in Kürze wieder nutzbar sein und dezent dekoriert. Derzeit finden die Aufbahrungen direkt in der Aussegnungshalle statt. Neu gestaltet wurden Aufenthaltsraum und Sanitäranlage für den Bestatter.

In einen etwas schöneren Rahmen gebracht wurden nicht zuletzt die Arbeitsbereiche von Friedhofswärter und Bestattungsunternehmen. Direkt am Leichenschauhaus kann Friedhofswärter Günther Grau seine Gerätschaften lagern, die er benötigt. Diese Fläche soll nun noch mit einem blickdichten Zaun versehen werden. Das Bestattungsunternehmen hat im rückwärtigen Bereich des Friedhofs einen großzügigen Holzstadel erhalten mit Lager für Sand und Erde. Ola: „So hat dies alles eine vernünftige Ordnung und ein Gesicht.“

Elke Robert

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