Wasserpreis steigt in Schwabsoien drastisch

Schwabsoien - Eine Erhöhung des Wasserpreises zum 1. Oktober aufgrund gestiegener Betriebskosten für den Ortsteil Sachsenried beschloss der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Instandsetzungsarbeiten sowie aufgebrauchte Rücklagen machen die Erhöhung um fast 100 Prozent unumgänglich.

lich

Schwabsoien - Mit 68 Cent pro Kubikmeter Wasser liegt Sachsenried im Vergleich aber noch immer äußerst günstig, wie Gemeinderat Wolfgang Scholz anmerkte. „Die Erhöhung ist drastisch, aber wir sind im Vergleich zu anderen Kommunen die Günstigsten beim Wasser“, so Scholz

Bürgermeister Siegfried Neumann führte anhand einer Kostenaufstellung der vergangenen drei Jahre aus: „Die Unterhaltskosten für die Wasserversorgung haben sich seit 2010 von 800 Euro auf fast 7500 Euro pro Jahr entwickelt.“ Dies sei auf Arbeiten und Instandsetzung am Wassernetz sowie auf die „von Haus aus“ höheren Energiekosten beim Hochpumpen des Wassers nach Sachsenried zurückzuführen.

So entstand bei annähernd gleichem Wasserverbrauch in den vergangenen drei Jahren ein durchschnittlicher Aufwand von 22300 Euro, um Sachsenried zu versorgen. Um die höheren Kosten abzufangen, die 2012 aufgrund von dringenden Reparaturen ihre Spitze erreichten, habe man Sonderrücklagen entnommen.

Zum Beispiel wurde die Funkübertragung repariert, was 4500 Euro kostete. Der Stand der Rücklagen sei somit zum ersten Januar 2013 auf Null gesunken, was eine Wasserpreiserhöhung notwendig mache. Zum einen, um anfallende Instandsetzungskosten abzudecken, zum anderen, um wieder eine Rücklage aufzubauen.

Gemeinderat Rudi Kögel kritisierte angesichts der vorliegenden Tatsachen, warum man die Gemeinderäte nicht schon früher informiert habe. Kögel: „Wir werden heute das erste Mal mit Zahlen konfrontiert. Ich bin etwas verwundert über das Ganze. Wir hätten schon früher die Reißleine ziehen sollen.“

Manfred Schmid stellte fest, dass die Kosten immerhin seit acht Jahren nicht angepasst wurden. Falls in diesem Jahr keine Reparaturen notwendig würden, könne mit der erhöhten Gebühr eine leichte Rücklage geschaffen werden.

Wolfgang Ranz ergänzte, dass mit den Wassergebühren kein Gewinn, aber auch kein Verlust gemacht werden dürfe, weswegen die Bildung einer Rücklage für unplanmäßig anfallende Reparaturkosten notwendig sei. Bürgermeister Siegfried Neumann hielt fest, dass künftig ein Auge auf die Kostenentwicklung gehalten werde, um Tendenzen zu erkennen und den Wasserpreis nach oben oder unten anzugleichen.

Ursula Fröhlich

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