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Direkt nach dem Winter sollen die Bauarbeiten für den Bike-Park an der Schärflshalde beginnen.

Wegen Ärger über Kritiker

Bike-Park: Sluytermans "schonungslose Kostentransparenz"

Schongau - Großartig Neues gibt es beim Thema Bike-Park an der Schärflshalde nicht zu verkünden. Trotzdem stand das Thema auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung – weil Bürgermeister Falk Sluyterman etwas finanziell klarstellen wollte.

Als vergangenen Juni im Bauausschuss bekannt wurde, dass der Bike-Park summa summarum fast 200 000 Euro kosten dürfte und damit erheblich mehr als die ursprünglich veranschlagten 150 000 Euro, war das Wasser auf die Mühlen der vielen Kritiker, die das Projekt für rausgeschmissenes Geld halten. Von Täuschung, Lügen und sogar einer Rücktrittsforderung an Sluyterman war in Leserbriefen in den Schongauer Nachrichten zu lesen, was den Bürgermeister auch ein halbes Jahr danach noch aufregt. „Wir sorgen für absolut schonungslose Kostentransparenz“, sagte er.

Für die sorgte Stadtbaumeister Ulrich Knecht. „Es wurde uns vorgeworfen, Kosten für die Aufstellung des Bebauungsplans und Änderung des Flächennutzungsplans nicht eingerechnet zu haben.“ Das sei korrekt so, weil es sich um städtebauliche Kosten handele, die nicht förderfähig seien. „Es ist absolut gängig und richtig, diese Kosten zu differenzieren“, betonte Knecht. Es sei auch bei anderen Bebauungsplänen üblich, die Kosten nicht auf die Beteiligten umzulegen.

Doch selbst wenn man zu den reinen Baukosten von 149 000 und den Planungs- und Gutachterkosten von 46 000 Euro noch diese Zahlen dazurechne, mache das keinen entscheidenden Unterschied: Dank der Förderung als Leader-Projekt in Höhe von 95 000 Euro bleiben bei der Stadt je nach Rechenart 100 000 oder 124 000 Euro hängen. „Wir haben mit 150 000 Euro geplant, deshalb kann ich mit beiden Zahlen gut leben und das Projekt weiterverfolgen“, sagte Knecht.

Und der Zeitplan steht. Laut Bauamts-Mitarbeiter Martin Blockhaus sind bereits alle wichtigen Verfahrensschritte erfolgt, die Leader-Förderung ist in trockenen Tüchern, Anfang Oktober traf auch die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn ein. Schon vorher war klar, dass dieses Jahr nicht mehr mit den Arbeiten begonnen wird, aber nach dem Winter sollen möglichst schnell Nägel mit Köpfen gemacht werden: „Je nach Wetter“ wolle man laut Blockhaus im März oder April anfangen, die Bauzeit soll rund sechs bis acht Wochen dauern.

Boris Forstner

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