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Die rote Linie zeigt den neuen Verlauf des Gehwegs um einige Felder herum. In Grün ist die alte Strecke zu sehen. Hier wird bald Mais angepflanzt.

Diskussion im Marktgemeinderat

Wegen Maisfeld: Wegerl wird verlegt

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Peiting - Ein Weg hat sich in Peiting vom Hangweg bis zur B17 über die Jahre hinweg eingebürgert. Teilweise auf privatem Grund einiger Bauern. Weil ein Landwirt seine Felder nun umpflügen und Futtermais anbauen will, soll er verlegt werden. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Wenn der Frühling kommt, werden die Drahtesel wieder fit gemacht. Und dann lockt ein schönes Rundwegerl durch die Natur. Peitinger, die die Verbindung ab Ende Hangweg bis zur Einmündung in die B17 südlich vom Lamprecht nutzen wollen, müssen bald einen kleinen Umweg machen.

„Vor neun Jahren wurde er als beschränkt öffentlicher Geh- und Radweg mit der Baulast des Marktes Peiting eingetragen“, so Marktbaumeister Jochen Rohrmoser. Das heißt, sollte hier etwas passieren, ist der Markt Peiting der Ansprechpartner und nicht der Eigentümer des Grundes. Besonders wichtig ist das in dem Fall, da die Strecke hauptsächlich über privaten Grund führt. Zwar sei der Weg nicht überörtlich eingetragen, werde jedoch von vielen Bürgern genutzt. Und er führt mittig durch die Felder eines Landwirts. „Dadurch wird die Nutzung erheblich eingeschränkt.“ Vor allem weil er die Fläche nun umpflügen und mit Futtermais für sein Vieh bepflanzen möchte.

„Deshalb ist er an die Verwaltung mit der Bitte herangetreten, den Weg zu verlegen und am Rand seiner Felder herumzuführen“, so der Marktbaumeister. Damit das Hand und Fuß hat, haben Bauhofleiter Franz Multerer und der Landwirt die Stelle besichtigt. „Im Bereich eines alten Grabens soll der Bewuchs zurückgeschnitten werden. Dann müsste auf einer Länge von 110 Metern der Humusboden abgetragen und mit Kies befestigt werden.“ SPD-Rat Alfred Jocher wollte wissen, ob nicht der ganze Trampelpfad befestigt werden könnte. „Nein“, glaubt der Marktbaumeister. Dies sei nur für die Steigung zum Wald notwendig, da der Boden dort recht feucht ist. Ansonsten sei der Weg gut begehbar. Die teils tiefen Rillen kämen von Fahrzeugen, die die Strecke unbefugt nutzen. Aber auch Reiter ramponieren den Weg. „Weil die Hufe Löcher in den Boden drücken und sich dort das Wasser sammelt.“ Verbotsschilder an geeigneter Stelle sollen hier Einhalt gebieten. Weiterhin soll der Pfad als Gehweg ausgewiesen werden, den man auch mit dem Rad befahren kann. Hintergrund: Ein richtiger Radweg müsste entsprechend gesichert werden. Da die Bürger aber vor allem die Naturbelassenheit vor Ort schätzen, ist dies nicht notwendig.

Zwei Tage müsste ein Bagger eingesetzt werden, um den Weg entsprechend zu verlegen. Die Kosten lägen bei 2000 Euro. Hinzu kommt laut Marktbaumeister Rohrmoser die Arbeitsleistung des Bauhofes – einschließlich Unimogfahrzeugen und Kiesmaterial. „Die Beschilderung ist nur geringfügig abzuändern.“ Außerdem verlängere sich der Weg um rund 50 bis 60 Meter.

Geschlossen sprach sich der Peitinger Marktgemeinderat für den Antrag aus.

Sabine Krolitzki

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