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Weilheimer Hof: Gutachter empfehlen Kreisverkehr

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Am Weilheimer Hof wird ein Kreisverkehr empfohlen. Unser Bild wurde aus Richtung Schongau geschossen und zeigt die Abzweigung nach Weilheim. foto: bse-pictures
Am Weilheimer Hof wird ein Kreisverkehr empfohlen. Unser Bild wurde aus Richtung Schongau geschossen und zeigt die Abzweigung nach Weilheim. foto: bse-pictures

Peiting - Der Gemeinderat Peiting hätte sich getrost mal auf seinen gesunden Menschenverstand verlassen können, denn jetzt haben es auch die Gutachter bestätigt: Ein Kreisverkehr am Weilheimer Hof ist nicht nur realisierbar, sondern sogar äußerst empfehlenswert.

Das wird so manch einem nicht gefallen, aber tatsächlich hatte die CSU in dieser Sache recht: Der Kreisverkehr, den sich die Gemeinde am Weilheimer Hof schon lange wünscht, ist machbar. Das hat jetzt in einer eigens vorgezogenen Schnell-Untersuchung das Büro Transfer bestätigt, das sich mit dem Gesamt-Verkehrskonzept der Gemeinde Peiting beschäftigt

Wortwörtlich ziehen die Experten zur Verkehrssituation am Weilheimer Hof und dem dort geplanten Kreisverkehr diese Bilanz: „Ein Kreisverkehr an der Schongauer Straße/Münchener Straße ist aus Sicht der Leistungsfähigkeit mit ausreichend hohen Leistungsreserven von mehr als 400 Fahrzeugen pro Stunde realisierbar. Die Wartezeiten für einfahrende Fahrzeuge sind ganztags mit im Mittel fünf bis acht Sekunden sehr niedrig.“

Und es kommt noch besser: Der Kreisverkehr ist nicht nur machbar, laut Gutachten ist er auch noch mega-empfehlenswert und bekommt die Note A, was in der Schule eine glatte Eins wäre.

Kleiner Rückblick: Noch im vergangenen Monat wäre CSU-Fraktionsvorsitzender Peter Ostenrieder fast vom Glauben abgefallen, nachdem im Gemeinderat Zweifel an dem längst beschlossenen Kreisverkehr am Weilheimer Hof laut geworden waren. Den hatten zwar längst alle viele Monate vorher abgesegnet, aber plötzlich waren sich einige - inklusive Bürgermeister Michael Asam - ihrer Sache gar nicht mehr so sicher.

Was, wenn der Kreisverkehr einen großen Rückstau auf die Münchener Straße verursacht? Und was, wenn der Gemeinderat dann schuld sei am großen Verkehrschaos? Lieber doch noch mal die Gutachter fragen, befand dann im Dezember die Mehrheit des Gremiums. Schließlich werden im Jahr 2012 ja ohnehin die Zahlen, die bei einer groß angelegten Verkehrszählung in Peiting 2011 gewonnen worden waren, von Experten ausgewertet

. Und siehe da: Eben diese Experten haben jetzt die erste positive Gemeinderatsentscheidung pro Kreisverkehr bestätigt. Insgesamt also eine tolle Sache. Wäre da nicht das leidige Problem mit den Grundstücksbesitzern, die sich partout nicht von einem Stück Grund trennen möchten, das die Gemeinde dringend für die Baumaßnahme braucht.

Konkret geht es um Parkplätze eines ansässigen Küchenstudios. Schon seit Jahren wird verhandelt, in den letzten Monaten immer konkreter. Bislang ist Bürgermeister Michael Asam nicht sehr viel weiter gekommen, um nicht zu sagen: Fast hätte er sich schon die Zähne an besagtem Grund und Boden ausgebissen. Doch tatsächlich scheinen die Verhandlungen jetzt Fahrt aufzunehmen.

Schon für die nächsten Wochen erwartet Asam ein positives Ergebnis, verspricht er auf Anfrage der Schongauer Nachrichten. Dann kommt die Fein-Planung - und die Kostenfrage. Und die dürfte den Gemeinderat sicherlich auch noch den ein oder anderen Nerv kosten.

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