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Voll konzentriert: Die Musikkapelle Reichling mit ihrem Dirigenten Lars Scharding beim Wertungsspiel in der Denklinger Mehrzweckhalle.  

Wertungsspiel beim Bezirksmusikfest in Denklingen

1800 Musikanten im Wettstreit

Was die Musikkapellen aus dem Raum Landsberg, Schongau und Kaufbeuren so draufhaben, konnten sie am Wochenende bei den Wertungsspielen in Denklingen nicht nur den Juroren, sondern auch einem interessierten Publikum zeigen.

Denklingen/Leeder – Das nennt man wohl erfolgreich: Wegen der Rekordbeteiligung mit 49 Orchestern und zirka 1800 Musikanten sind zwei große Räume für die Wertungsspiele nötig und deshalb angemietet geworden: die Mehrzweckhalle in Denklingen und die Fuchstalhalle in Leeder. Zwei Jurys waren vor Ort. Insgesamt waren es in Denklingen und Leeder sieben Wertungsrichter.

Bereits am vergangenen Samstagabend, nachdem die Blaskapelle Schwabsoien mit dem neuen Dirigenten Michael Müller als letztes Orchester in der Mittelstufe ein Pflichtstück und einen selbst gewählten Titel vorgetragen hatte, zeigte sich Bezirksdirigent Andreas Grandl über den Verlauf am ersten Tag sehr zufrieden. Die Stadtkapelle Schongau hatte in Denklingen – als einziges Orchester in einem eher seltenen Kritikspiel ohne Punktevergabe – den Auftakt gemacht.

Das Instrumentarium der Perkussion beließen die Schongauer gleich vor Ort. So brauchten die Schlagzeuger anderer Kapellen nicht umständlich ihr eigenes, nur schwer zu transportierendes Instrumentenrepertoire auf- und abbauen.

Der größte Klangkörper war das Schülerblasorchester St. Ottilien. Mehr als 70 Burschen und Mädchen musizierten unter der Leitung von Hans-Günter Schwanzer in der Höchststufe. Der hatte zuvor bereits das Musikschulblasorchester aus Landsberg und die Stadtjugendkapelle Landsberg vor dem Wertungsgericht dirigiert.

Nach den „Ottilianern“ war der Musikverein Reichling dran. Am Dirigentenpult stand Lars Scharding, der nach Genesung von einer Handverletzung wieder den Takt angab. Manch gar durchsichtigen Passagen in den Oberstufen-Stücken „Schlesischer Tanz“ und „Der blaue Planet“ hatten es wahrlich in sich.

Im Vergleich dazu wirkte der Vortrag der nachfolgenden Musikkapelle Osterzell (ebenfalls Oberstufe, Leitung Diana Brandmair) in den zwei modernen Stücken „Appalachian Overture“ und „Around the world in 80 days“ richtig „rund“.

Wie die Kapellen abgeschnitten haben, erfahren die Musiker erst am Festsonntag, 25. Juni. Die Ergebnisse werden nachmittags gegen 16 Uhr im Bierzelt bekanntgegeben.

Johannes Jais

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