Vor Wiedereröffnung

Juze soll wieder voll werden

Schongau - Noch laufen die Renovierungsarbeiten, doch am Freitag soll es wieder öffnen: Das Schongauer Jugendzentrum wurde generalüberholt und hat eine neue, erfahrene Leiterin bekommen. Nicole Tafertshofer will das Haus schnell wieder voll bekommen.

Aus den weit geöffneten Fenstern des Juze lärmt es gewaltig, es wird gehämmert und gesägt. Ein großer Möbellieferwagen versperrt den Eingang des Köhlerstadels, gerade wird die neue Küche angeliefert. Die Renovierungsarbeiten liegen in den letzten Zügen, bis Freitag – dann soll der „offene Betrieb“ starten – ist noch einiges zu tun.

Ganz schön viel Betrieb in der Bürgermeister-Lechenbauerstraße 2, wo in den vergangenen Monaten nicht mehr viel los war. Das Jugendzentrum wurde im November geschlossen, weil der bisherige Leiter, der beim Landkreis angestellt ist, nach Peißenberg gewechselt war. „Es hat sich die Frage gestellt, ob man die Stelle in Schongau überhaupt nochmal ausschreibt“, sagt die neue Juze-Leiterin Nicole Tafersthofer. Neu ausgeschrieben wurde die Stelle, diesmal aber von der Stadt Schongau selbst, die das ganze Projekt vom Landkreis übernommen hat.

Den Verantwortlichen wurde nämlich klar, dass sich einiges verändern muss – und zumindest an den Räumlichkeiten hat sich viel getan. „Alles wurde grundsaniert, neu gestrichen. Die Böden geschliffen und versiegelt. Neue Toiletten und eine neue Küche eingebaut. Die Werkstatt wird wieder hergerichtet und im Garten wird ein Grillplatz samt Markise angelegt“, zählt die 38-jährige Huglfingerin auf. Viel Aufwand der sich auszahlen soll. „Das Ziel ist ganz klar: Das Haus wieder voll machen.“ Das sei das Herzstück der offenen Jugendarbeit. „Und da hat der Standort in Schongau die besten Voraussetzungen, liegt das Jugendzentrum doch direkt neben den Schulen“, so Tafertshofer.

Neue Juze-Leiterin bringt viel Erfahrung mit

Um das Ziel zu erreichen, kann die verheiratete Mutter von zwei Kindern auf viel Erfahrung zurückgreifen. Nach dem Studium der Sozialpädagogik in Benediktbeuern hat sie fünf Jahre in der SOS Kinder- und Jugendhilfe in Weilheim gearbeitet. Nach der Geburt des zweiten Kindes vor sieben Jahren wechselte sie zum Jugendzentrum Weilheim.

„Das Wichtigste ist, die Jugendlichen erstmal kennenzulernen. Ihnen einen Anlaufpunkt bieten, wo sie sich mit Freunden treffen können und sich einfach gerne aufhalten. Wenn sich das rumspricht und dann immer mehr kommen, dann kann man gemeinsam schauen, wo die Reise hingeht.“ Egal ob Fußballturniere, Billard-, Kicker- und Dartrunden, gemeinsames Kochen oder Filmvorführungen, das und noch mehr ist machbar, wenn genügend Nachfrage besteht.

Seit April begleitet Tafertshofer die Umbaumaßnahmen am Jugendzentrum in Schongau, zuerst auf Zehn-Stunden Basis. Ab Freitag ist sie dann als Vollzeitkraft direkt vor Ort. „Ich freue mich, dass es jetzt losgeht. Es war zwar schön, immer die Fortschritte zu sehen, aber jetzt wird’s Zeit, dass ich loslegen kann.“

Ab 1. Juli können sich die Jugendlichen selbst ein Bild von den Neuerungen machen und die neue Leiterin kennenlernen. Die ist dann immer mittwochs, donnerstags und samstags von 12.30 Uhr bis 17 Uhr und freitags von 17 bis 21 Uhr für alle interessierten Jugendlichen da.

fr

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