Aus der Hand von Bischof Bertram Meier erhielt Florian Geis das Dekret zur Bestellung zum Ersten Kuraten, Wallfahrtsseelsorger und Custos der katholischen Wallfahrtskuratiekirchenstiftung Wies-St. Josef.
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Aus der Hand von Bischof Bertram Meier erhielt Florian Geis das Dekret zur Bestellung zum Ersten Kuraten, Wallfahrtsseelsorger und Custos der katholischen Wallfahrtskuratiekirchenstiftung Wies-St. Josef.

Stabübergabe beim Schutzengelfest mit dem Augsburger Bischof Bertram Meier

Großes Willkommen für den neuen Wiespfarrer Florian Geis

Großer Bahnhof: Der Augsburger Bischof Bertram Meier ist zum Schutzengelfest zur „Stabübergabe“ von Wiespfarrer Monsignore Gottfried Fellner an Florian Geis in die Wies gekommen.

Wies – Strahlender Sonnenschein geleitete den neuen Kuraten Florian Geis zusammen mit Bischof Bertram Meier, der zum Schutzengelfest eingetroffenen Geistlichkeit und dem Altardienst von der kleinen Kapelle am Dorfplatz zur Gnadenstätte Wieskirche. Das zu Herzen gehende Pontifikalamt wurde vom Bläserensemble Steingaden, dem Stadtorchester Schongau, dem Wies-Ensemble und Mitgliedern des Kirchenchores Steingaden unter Leitung von Kristina Kuzminskaite feierlich musikalisch gestaltet. Im Anschluss begrüßten die Wieser Böllerschützen ihren künftigen Nachbarn mit einem kräftigen Salut.

„Nicht das Weltkulturerbe exponiert den Wiespfarrer, sondern die Leidensgemeinschaft mit dem Gegeißelten Heiland“: Bischof Bertram Meier, der schon als Bub alljährlich mit seiner Heimatgemeinde Kaufering zur Wies wallfahrtete und dort ministrierte, kennt die innere Botschaft dieser Gnadenstätte. In seiner Predigt stellte er bewusst die provozierende Frage von Jesus an seine Jünger: „Ihr aber, für wen haltet Ihr mich?“ in den Mittelpunkt.

Wieskirche eine Provokation

Auch die Wieskirche sei eine Provokation. „Pracht und Glanz dieser Kirche erschließen sich uns erst dann, wenn wir das Geheimnis des Gnadenbildes erfassen.“

Bischof Bertram Meier brachte es auf den Punkt: „Obwohl gebunden, scheint es, als strecke der mit der Schuld der ganzen Welt beladene Erlöser mir einladend seine Hand entgegen.“

Wieskirche als Trainingsplatz

Pilger und Besucher aus aller Herren Länder verstünden die Botschaft der Wies: „Vor Jesus Christus kann ich meine Sorgen und mein Leid, meinen Kummer und meine Tränen tragen. Er versteht mich, denn er leidet selber, er ist einer von uns geworden. Jesus hat seine Jünger nicht nur provoziert, er hat ihnen auch einen Sprecher gegeben: Petrus – vom Herrn exponiert mit dem Bekenntnis: ,Du bist der Messias’“.

Der Priester sei nicht nur provoziert durch das hartnäckige Fragen des Herrn, er schaue nicht nur auf zu Petrus, durch das Bekenntnis exponiert. „Der Priester lässt sich engagieren, indem er täglich sein Kreuz annimmt und es dem Herrn hinterherträgt.“ Die Wieskirche sei gerade für einen Seelsorger ein „Trainingsplatz fürs Kreuz tragen“.

Den Ruf der Wies sofort angenommen

Hoch erfreut zeigte sich Bischof Bertram Meier, dass Bischöflicher Geistlicher Rat Florian Geis aus der Augsburger Pfarrei St. Georg den Ruf in die Wies sofort angenommen habe: „Vom Mozartpfarrer wirst Du jetzt zum Wiespfarrer, Du bist exponiert.“

Und noch einen Wunsch hatte der Bischof vor der Übergabe des Dekrets zur Bestellung zum Ersten Kuraten, Wallfahrtsseelsorger und Custos, an den Seelsorger Florian Geis: „Sei den Menschen hier wie Simon von Cyrene, der dem Schmerzensmann half, sein Kreuz nach Golgotha zu tragen. Wer Dir begegnet, solle spüren: Hier treffe ich einen Gottesmann, der keine Drohbotschaft verkündet, sondern eine frohe Botschaft fürs Leben.“

Auch sein Vorgänger Gottfried Fellner habe keine „Wellness-Religion“ gepredigt, sondern kraftvoll und kernig, bodenständig und leidenschaftlich von der Freundschaft erzählt, die ihn an Jesus Christus bindet.

Gerhard Heiß

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