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Wieder Leben kehrt in die „Hubertusstuben“ in Rottenbuch ein. Dort wird künftig gelernt.

Nutzungsänderung der „Hubertusstuben“

Aus Gaststätte wird Schule

Rottenbuch - Jetzt ist es offiziell: Die Kommune Rottenbuch hat sich vorerst von ihren „Hubertusstuben“ als Gastronomie in der Gemeindehalle verabschiedet. Der Gemeinderat segnete einstimmig die vorübergehende Nutzungsänderung der Gaststätte als Schulräume ab.

Wie berichtet, will die auch im Klosterdorf beheimatete Regens-Wagner-Stiftung die seit Februar 2015 ungenutzten Räumlichkeiten während ihres großen eigenen Umbaus für die Ausbildung nutzen. Das Sozialwerk will nach Angaben von Bürgermeister Markus Bader zu Pfingsten den Betrieb in den „Hubertusstuben“ aufnehmen.

Die Nutzungsänderung war eigentlich mehr ein formaler Akt, der Rathauschef wollte damit den Einzug des neuen Mieters ganz offiziell auf einen sicheren Boden stellen. Bislang sei die Nutzung der Räume nur für eine Gaststätte genehmigt gewesen, erklärte er in der Sitzung. Bader sprach von einer „Vorsichtsmaßnahme“. Denn sollte im Schulbetrieb etwas passieren, „kann es rechtliche Konsequenzen haben“. Probleme mit der Änderung sah Bader nicht: Es gebe zwei Fluchtwege und auch der Brandschutz sei gewährleistet.

Sozialwerk ist räumlich an Grenzen gestoßen

Das Dillinger Sozialwerk Regens Wagner, das allein in Rottenbuch rund 150 Mitarbeiter beschäftigt, investiert kräftig im Klosterdorf. Achim Gerbig, Gesamtleiter in Rottenbuch, hatte gegenüber den SN von acht bis zehn Millionen Euro an Investitionen gesprochen. Diese betreffen das historische Bräuhaus des ehemaligen Augustinerchorherren-Stifts, in dem die Fachakademie für Sozialpädagogik und die Berufsfachschule für Kinderpflege untergebracht sind. Weil das Sozialwerk räumlich an seine Grenzen gestoßen ist, werden vor allem die Unterrichtssäle modernisiert und künftig auch bislang leerstehende Räumlichkeiten genutzt.

Um eine Erweiterung der Schülerzahlen gehe es nicht, hatte Gerbig betont. An der Fachakademie sind etwa 300 Auszubildende, die Berufsfachschule zählt 40 bis 50 Schüler. Ziel vielmehr: Zwei Bildungsstätten werden in einem Haus konzentriert – und zwar mit ausreichend Platz und barrierefrei. Im ersten Stock zieht die Berufsfachschule ein, im zweiten Obergeschoss komplett die Fachakademie. Unter dem Dach gibt es dann Kunst- und Werkräume. 

Das ist noch geplant

Im Erdgeschoss soll eine neue Hauskapelle eingebaut werden, auch Verwaltung und Sanitärräume kommen in dem Bereich unter. Regens Wagner will im September 2016 mit dem Umbau beginnen, die Fertigstellung ist für Sommer 2018 geplant. Während dieser Zeit ist das Bräuhaus geschlossen, das Werk muss andere Örtlichkeiten nutzen.

Dass die Wahl auch auf die „Hubertustuben“ fiel, ist für die Gemeinde ein großer Vorteil: Rottenbuch sucht, seit der letzte Pächter im Februar 2015 das Handtuch warf, erfolglos einen Gastronom.

Andreas Baar

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