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Seit fast neun Jahren gesperrt: Die Lourdes-Grotte in Wildsteig ist laut den Experten einsturzgefährdet. 

Gemeinderat Wildsteig

Neue Zuversicht für Grottensanierung

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Wildsteig – Kommt endlich Bewegung in die Sanierung der Lourdes-Grotte in Wildsteig? Seit Jahren wird über die notwendigen Arbeiten an der denkmalgeschützten Wallfahrtsstätte unterhalb der Pfarrkirche St. Jakob diskutiert – bisher ohne Ergebnis.

„Es geht jetzt weiter“, verkündete nun Bürgermeister Josef Taffertshofer im Gemeinderat optimistisch. Nach seinen Worten liegt ein Plan für eine komplette Sanierung der Anlage vor. Ziel: „Die Grotte soll wieder in den Originalzustand zurückversetzt werden“, sagt Taffertshofer. Die Pläne seien so weit gediehen, dass „wir in der Ausschreibungsreife sind“, wie der Bürgermeister auf Nachfrage sagt. Noch für Ende Januar plant der Rathauschef deshalb einen weiteren Termin mit allen Beteiligten.

Die marode Anlage aus dem Jahr 1908 war bereits im Juli 2008 von der Kommune für die Öffentlichkeit gesperrt worden. Der Grund: akute Einsturzgefahr. Seitdem wird nach einem Sanierungsplan für die 350 Quadratmeter große denkmalgeschützte Wallfahrtsstätte gesucht, die in ihrer Art einzigartig in Süddeutschland ist. Mehrere Konzepte lagen auf dem Tisch, sie wurden aber aus Kostengründen nicht umgesetzt.

Sorgen bereitet vor allem die Deckenkonstruktion

Die alten Stahlträger und Eisendrähte sind derart verrostet, dass sie unbedingt raus müssen. Weil der Denkmalschutz nicht mitspielt, verschwand eine vor Jahren angedachte, kostengünstigere Teilsanierung der Anlage in der Schublade.

Auch war lange nicht klar gewesen, wer eigentlich für die Sanierung verantwortlich ist: die Gemeinde oder die Kirche. Beide Seiten einigten sich im vergangenen Jahr auf eine Lösung. Eigentümer verbleibt die Pfarrpfründestiftung des bischöflichen Ordinariats der Erzdiözese München-Freising, die sich um die kirchlichen Liegenschaften kümmert.

Die Grotte war schon kurz nach der feierlichen Eröffnung von der damaligen Ortsgemeinde Ried der Kirche geschenkt worden. Im Jahr 1912 wurde der Deal ordentlich beurkundet. Allerdings gab es eine Bedingung: Dem Empfänger dürften durch die Gabe keine Kosten entstehen. Als Maßnahmeträger tritt deshalb über 100 Jahre später die politische Gemeinde Wildsteig auf.

Die Kommune muss damit auch die Finanzierung schultern

Genau das wird jetzt die Aufgabe sein: Es müssen Finanzmittel beschafft werden, macht der Bürgermeister deutlich. Dazu will Bürgermeister Taffertshofer bei potentiellen Zuschussgebern anfragen.

Die Kostenschätzung für die Grottensanierung liegt derzeit bei rund 600 000 Euro. 100 000 Euro hat die Gemeinde laut Taffertshofer bereits zur Verfügung gestellt. Bleibt aber eine Deckungslücke von 500 000 Euro, die es zu schließen gilt.

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