Die Erschließungsarbeiten am Grohholz laufen bereits, wie das Bild von Anfang März zeigt.
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Die Erschließungsarbeiten am Grohholz laufen bereits, wie das Bild von Anfang März zeigt.

Großes Interesse

Baugebiet am Grohholz: Wildsteiger Gemeinderat ist für Erweiterung

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Das Baugebiet „Am Grohholz“ in Wildsteig soll erweitert werden. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus. In trockenen Tüchern ist das Vorhaben damit aber noch nicht.

Wildsteig – Zwei Mal mussten der Gemeinderat Wildsteig die Entscheidung über die Zukunft des Baugebiets „Am Grohholz“ vertagen – dem Vernehmen nach fehlte noch eine notwendige Unterschrift. In der jüngsten Sitzung konnte das Gremium nun darüber abstimmen, ob das Vorhaben erweitert wird. Die Entscheidung fiel wie erwartet aus: Einstimmig gaben die Räte ihren Segen dafür, dass 20 statt anfangs geplanter 13 Bauplätze angeboten werden. Ganz in trockenen Tüchern ist die Erweiterung des Planungsgebietes damit aber noch nicht.

Denn der neue Bebauungsplan-Entwurf muss nun erneut ausgelegt werden, damit sich Behörden, Bürger und Träger öffentlicher Belange dazu äußern können. Wie Taffertshofer bereits in einem Gespräch mit der Heimatzeitung erläuterte, gehen die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet trotz des neuen Planes ganz normal weiter. An den notwendigen Vorbereitungen ändere sich nicht viel.

Baugebiet am Grohholz in Wildsteig: Auch Doppelhäuser möglich

Auch inhaltlich gibt es nur wenige Anpassungen, wie Bastian Höbel vom Architekturbüro Abtplan Anfang März in einer Gemeinderatssitzung erläutert hatte. Vier der zusätzlichen Gebäude sollen nördlich des St.-Sebastian-Weg entstehen, drei im Süden des Baugebiets. Eingeplant sind auch Grünstreifen rund um das Areal. Einen solchen soll es im Westen auch als Abgrenzung zu bereits bestehenden Häusern am Tassilo-Zöpf-Weg geben. Von dort hagelte es Kritik am neuen Wohngebiet. „Mit der Grünfläche sollen Konflikte mit den Nachbarn vermieden werden“, erklärte Höbel.

Neu sei zudem, dass nun auf vier Grundstücken auch Doppelhaushälften möglich sind – insgesamt also acht Stück. „Flächensparendes Bauen ist wichtig geworden“, sagte der Planer dazu. Zudem riet er, auf Garagen zu den Häusern Wert zu legen. Vor diesen entstünde immer noch Platz für weitere Autos – und damit für Besuch. Der parke dann nicht auf öffentlichem Grund. Das sei in einer hügeligen und schneereichen Gegend wie Wildsteig sinnvoll. „Umso weniger Fahrzeuge auf der Straße stehen, desto weniger Ärger haben sie.“

Grohholz: Dann sollen die Plätze vergeben werden

Derzeit kann noch keiner der künftigen Häuslebauer mit der Planung beginnen. Dafür muss zum einen der Bebauungsplan in trockenen Tüchern sein. Zudem beginnt die Gemeinde mit der Vergabe der Plätze erst nach der kompletten Erschließung. Taffertshofer rechnet damit, dass der Verkauf im Oktober startet.

Das Interesse sei jetzt schon riesig. Einige Bewerbungen liegen auf dem Tisch. „Darunter sind auch Interessenten mit wohngebietsverträglichem Gewerbe“, so der Bürgermeister. Dazu zählen unter anderem Praxen von Hebammen, Heilpraktikern und Ärzten. Voraussichtlich können die künftigen Bauherren auch auf eine neue Nahwärmeversorgung setzen. Im Wohngebiet ist ein Heizwerk geplant.

Damit es gebaut werden kann, müssen sich genug Interessenten finden – auch über das Neubaugebiet hinaus. Dafür hat die Verwaltung bei Anliegern geworben, Vorverträge gingen raus. Taffertshofer hofft auf einen hohen Rücklauf. Er hält viel von der Nahwärmeversorgung über Hackschnitzel: „Das ist ein Rohstoff aus der Heimat. Damit heizt man konkurrenzlos günstig und klimaneutral.“

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