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Noch Baustelle – bald Schmuckstück: die Ortsmitte von Wildsteig soll im Frühjahr fertig werden.

Dorferneuerung Wildsteig

Die ersten 150 000 Euro sind in Wildsteig schon verbaut

Die Gemeinde Wildsteig hat die ersten 150 000 Euro bei der Umgestaltung des Ortszentrums verbaut.

Wildsteig –  Diese Zahl nannte Bürgermeister Josef Taffertshofer zum Jahresabschluss im Gemeinderat. Das ist allerdings nur ein Bruchteil der angepeilten Investitionskosten: Satte 670 000 Euro investiert die kleine Gemeinde laut Planungsansatz in ihr neues Schmuckstück, dass zu einem Treffpunkt für das dörfliche Leben werden soll.

„Wir wollen die Ortsmitte attraktiver machen“, hatte der Rathauschef stets als Ziel vorgegeben. Der Umbau des Areals ist das bislang größte Projekt der Dorferneuerung. Anders als im staatlichen Förderprogramm, wäre dieses Vorhaben für die Kommune allein nur schwer zu schultern gewesen, denn 50 Prozent schießt das Amt für ländliche Entwicklung bei den förderfähigen Kosten dazu.

Der Bürgermeister zieht eine positive erste Bilanz: „Wir sind mit dem Baufortschritt zufrieden“, sagt Taffertshofer. Im September vergangenen Jahres war es in dem Bereich zwischen Pfarrhof, Metzgerei, Gasthof und Zugang zur Pfarrkirche losgegangen. Entstehen soll ein „Platz der Begegnung“, wie ihn der Bürgermeister nennt.

Wie berichtet, musste dafür das mehr als 90 Jahre alte Kriegerdenkmal um einige Meter versetzt und neu aufgebaut werden. Neu sind zudem zwei Stelen zum Gedenken an die Opfer von Bundeswehreinsätzen sowie von Krieg und Gewalt. Der Platz soll im Frühjahr gestaltet werden, beim Friedhof und beim Pfarrhof entstehen weitere Parkplätze.

Zum Glück musste der Maibaum entgegen der ursprünglichen Planung doch nicht versetzt werden. Mitte 2018 soll das Areal fertig sein, lautet die Zeitplanung. Das wäre auch gut so, denn heuer feiert der heimische Veteranenverein sein 150-jähriges Bestehen – da wäre ein neuer Platz samt frisch hergerichtetem Kriegerdenkmal der würdige Rahmen.

Einen Wermutstropfen muss Taffertshofer jedoch berichten: Die Baustelle ist jetzt im Winterschlaf, und die Arbeiten haben davor dann doch nicht wie vorgesehen geklappt. Wegen der schlechten Witterung „haben wir die entsprechenden Wege leider nicht befestigen können“, sagt das Dorfoberhaupt. Deshalb sei der Winterdienst nur eingeschränkt möglich, weshalb der Rathauschef dafür seine Bürger um Verständnis bittet.

Andreas Baar

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