Chaos auf der Stammstrecke: Deswegen verspäten sich die S-Bahnen mehr als 40 Minuten

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319 Traktoren konnten bei dem Oldtimertreffen der Oldtimerfreunde Rottenbuch-Wildsteig bestaunt werden.

Oldtimertreffen in Wildsteig

Fahrende Schmuckstücke und rollende Raritäten

Drei Tage lang wurde in Morgenbach kräftig gefeiert. Höhepunkt war das Oldtimertreffen am Sonntag, zu dem der Ende Juli gegründete Verein der Oldtimerfreunde Rottenbuch-Wildsteig eingeladen hatte. Insgesamt 384 Fahrzeuge, darunter 319 Traktoren, 30 Autos und 35 Motorräder konnten dort bestaunt werden.

Wildsteig – Alte Fahrzeuge, soweit das Auge reichte und so manche Besonderheit konnte von den rund 800 Besuchern entdeckt werden. Stolz präsentierten beispielsweise Christian Hipp, Jonas Waldmann und Michael Strobel aus Lauterbach den Tragkraft-Spritzenanhänger ihrer Feuerwehr aus dem Jahr 1933.

Stefan Schauer aus Böbing war mit einem Traktor von 1939 gekommen, ausgestattet mit einem Ein-Zylinder Glühkopf-Motor, den er vor rund vier Jahren erworben hatte „Den muss man etwa 20 Minuten lang vorheizen, bevor man damit fahren kann“, erklärte er, während seine Buben hinter dem Lenkrad Platz nahmen.

Schmuckstücke wurden in Wildsteig präsentiert.

Vorbei an alten Autos, wie etwa einem blütenweißen VW Karmann Ghia von 1968, einem waldgrünen Porsche 911 Targa oder einer himmelblauen Isetta, konnten auch alte Motorräder bestaunt werden, darunter eine alte Harley Davidson. Georg Kinker, Skijöring-Begeisterter aus Rottenbuch hatte seine Motocross-Maschine aus dem Jahr 1977 dabei, mit der er damals einen Motocross-Pokal gewonnen hatte.

Die Teilnehmer hatten jeweils eine Tafel auszufüllen, die, angebracht am Fahrzeug, über Art, Baujahr oder Zylinderanzahl Auskunft geben sollte. Mitunter waren einige Daten wohl nicht überliefert. So hatte beispielsweise bei einer Honda mit Rennlackierung ihr Besitzer aus Ried bezüglich des Hubraums ein entspanntes „waas i it“ eingetragen.

Jeder angemeldete Teilnehmer erhielt als Gastgeschenk eine 20 Zentimeter große Edelstahlwanduhr, gesponsert von der Böbinger Firma Franz Mayr. Drei Extrapreise gab es in Form von Geschenkkörben von den Schönegger Käsealm. Diese erhielten je ein Teilnehmer für die weiteste Anreise von 180 Kilometern aus der Nähe von Ulm, für das älteste Fahrzeug von 1929, ein Ford Modell A, und für den Meistpreis, der nach Rottenbuch mit 44 Fahrzeugen ging.

Nach der Fahrzeugweihe, vorgenommen von Pfarrer Josef Fegg, machten sich die Fahrer mit ihren teils blumengeschmückten Oldtimern auf zur Rundfahrt über die Ortmitte von Wildsteig zurück zum Festgelände. Mit dröhnenden Motoren legten dabei die Traktoren eine Strecke von drei Kilometern zurück, die Autos fünf Kilometer. Auch das Wetter hielt trotz eines sich ankündigenden Gewitters, das sich jedoch rasch verzog, und so waren auch die Veranstalter zufrieden. „Es war rundum ein Supertag“, sagte Schriftführerin Michaela Hager, nächstes Jahr soll es wieder ein Oldtimer-Treffen geben.

Myrjam C. Trunk

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