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Die Lourdes-Grotte in Wildsteig soll saniert werden. Die Dorferneuerung gibt 300 000 Euro dazu. 

Gemeinderat Wildsteig

Hoher Zuschuss für die Lourdes-Grotte

Dieses Schreiben wird Wildsteigs Bürgermeister Josef Taffertshofer mit Freude gelesen haben: Das Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern gibt grünes Licht für die Förderung der Sanierung der heimischen Lourdes-Grotte.

Wildsteig – Das wird nicht nur den Wildsteiger Bürgermeister Josef Taffertshofer freuen: Die Teilnehmergemeinschaft Wildsteig II, die für die Dorfentwicklung eigens ins Lebens gerufen worden war, schießt 50 Prozent der förderfähigen Kosten für die Grotten-Sanierung dazu. Dies teilte der Rathauschef im jüngsten Wildsteiger Gemeinderat mit.

Taffertshofer sprach denn auch von „einer guten Nachricht“. Kein Wunder, war doch bislang unklar, inwieweit das teure Bauvorhaben über die laufende Dorferneuerung mit finanziert werden kann. Die derzeitige Kostenschätzung für die drei Phasen der Grottensanierung liegt bei 600 000 Euro.

Jetzt ist klar: Die Dorferneuerung beteiligt sich an dieser Summe mit maximal 300 000 Euro, berichtete Taffertshofer zufrieden den Gemeinderäten. Allerdings muss die Kommune für die Finanzspritze, auf die laut dem Münchener Amt für ländliche Entwicklung kein Rechtsanspruch besteht, eine ganze Liste an Vorgaben erfüllen.

Unter anderem braucht es für die Sanierung die Zustimmung aller Beteiligten – der kirchlichen Pfarrpfründestiftung St. Jakob als Besitzer und der Gemeinde Wildsteig als Baulastträger. Dass die Kommune diese Verpflichtung übernimmt, darauf hatten sich beide Seiten nach diversen Gesprächen im Jahr 2016 geeinigt (wir haben mehrfach berichtet).

Weitere Bedingung für den Zuschuss ist eine Baugenehmigung, das O.K. der Denkmalschutzbehörden zur Planung sowie ein Finanzierungskonzept. „Das schaut nicht schlecht aus“, kommentierte der Bürgermeister die Liste. „Was die fordern, können wir liefern.“

Taffertshofer schaut sich übrigens auch noch nach anderen Geldquellen um, wie er sagte: Ein entsprechender Antrag beim Entschädigungsfonds Bayern – einem staatlichen Sondervermögen für Denkmalsanierung – ist nach seinen Worten schon beim Kultusministerium gestellt.

Wie berichtet, tut sich in diesem Jahr etwas mit der seit dem Jahr 2008 aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrten Mariengrotte. Im kürzlich verabschiedeten Wildsteiger Haushalt stehen vorsorglich 100 000 Euro dafür bereit. Die Kommune Wildsteig ist Kostenträger des lang ersehnten Bauvorhabens. Eine heimische Baufirma hat den Auftrag für den ersten von drei Sanierungsphasen an der 1908 errichteten Wallfahrtsstätte erhalten.

Andreas Baar

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