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Frisch nominiert bei der Bürgervereinigung: Die Bewerber für den Wildsteiger Gemeinderat mit Bürgermeisterkandidat Martin Klein (sitzend 4.v.l.).

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl in Wildsteig: Klein will es diesmal wissen

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Martin Klein ist offiziell Bürgermeisterkandidat in Wildsteig: Der 53-Jährige wurde von seiner Bürgervereinigung einstimmig nominiert. Die Gruppe geht mit 24 Bewerbern in die Kommunalwahl.

Update vom 27. Januar 2020: Am 15. März sind die Chefsessel in den Rathäusern der Kommunen neu zu besetzen. Wir bieten einen Überblick über alle Bürgermeisterwahlen in der Region Schongau.

Wildsteig – Bei der letzten Kommunalwahl 2014 hatte Martin Klein auf eine Bewerbung für das Wildsteiger Spitzenamt verzichtet. Trotzdem erhielt er damals als „Phantomkandidat“ für den Rathauschef fast 34 Prozent der Stimmen. Amtsinhaber Josef Taffertshofer (Wählerliste) kam auf 54,90 Prozent. Diesmal ist es anders: Im März 2020 tritt der 53-Jährige Klein offiziell für die Bürgervereinigung als Bürgermeisterkandidat gegen Taffertshofer an. Seine Gruppierung nominierte den Landwirtschaftsmeister bei der Aufstellungsversammlung einstimmig.

Klein – der seit 1996 im Gemeinderat sitzt und seit 2008 als zweiter Bürgermeister fungiert – begründete gegenüber der Heimatzeitung seinen Entschluss zur Kandidatur mit familiärer Entlastung im heimischen Betrieb: „Ich habe einen Hofnachfolger“, sagte der Landwirt, der Junior sei eingestiegen. Den Anwesenden in der Gemeindehalle listete Klein mehrere Themenfelder auf, die er als Dorfoberhaupt bearbeiten möchte. „Es steht in Wildsteig viel an.“ Das reiche von der angelaufenen Sanierung der Lourdes-Grotte über die künftige Nutzung von Gemeindehaus und alter Bäckerei bis hin zur Kinderbetreuung. Gerade Letzteres („Die Kindertagesstätte wird uns beschäftigen“) stehe bald auf der Tagesordnung, weil der Bedarf steige und die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen. In diesem Zusammenhang merkte Klein an, dass es für Wildsteig gut wäre, „dass man mit den Nachbargemeinden mehr zusammenarbeitet“. Grundsätzlich will der Kandidat einen Blick über die Gemeindegrenzen werfen – und sich Netzwerken zum Beispiel mit dem benachbarten Auerbergland-Zusammenschluss bedienen. „Die haben gute Ideen.“

Bürgermeisterkandidat für Wildsteig fordert mehr Baugrund

Ganz wichtig für Klein: „Was wir brauchen, ist Baugrund für unsere jungen Familien.“ Wobei es nicht nur darum ginge, ständige neue Baugebiete auszuweisen, sondern ebenso vorhandene Objekte für eine Nachnutzung heranzuziehen. Bei allen Projekten gelte es jedoch, ein finanzielles Augenmaß zu behalten. „Momentan haben wir Schulden“, mahnte Klein. „Das sollte man nicht ganz vergessen.“ Geld für Investitionen sei allerdings angesichts guter Steuereinnahmen vorhanden.

Bürgermeisterkandidat für Wildsteig wirbt für kollegialen Umgang im Gemeinderat

Klein warb für einen kollegialen Umgang im Gemeinderat. Seine Themen wolle er „in einem angemessenen Umgangston umsetzen“, versprach er. Harmonisch verlief zumindest seine Nominierung: Klein, er war der einzige Wahlvorschlag, wurde mit 60 Ja-Stimmen und einer Enthaltung gekürt. Ebenso ohne Gegenstimmen ging die Gemeinderatsliste durch. Wobei die Bürgervereinigung auf eine Blockabstimmung verzichtete, stattdessen konnten die Stimmen auf die einzelnen Bewerber verteilt werden. Große Überraschungen gab es nicht: Hinter Spitzenmann Klein folgen mit Richard Schuster, Thomas Klein, Tobias Berchtold, Walter Leistle, Annelies Lory und Florian Schmid die aktuellen Räte. Auf Listenplatz neun steht Gemeinderat Georg Kößel – er war 2014 noch bei der konkurrierenden Wählerliste auf Platz 3 angetreten. Bei der Bürgervereinigung geht man optimistisch in die Wahl. Sieben Sitze hat man im Gremium. „Sieben bis acht Räte“ sollen es schon werden, gab Wahlleiter Toni Bußjäger das Ziel vor.

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