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Gruppenbild mit Spitzenkandidat: Die Gemeinderatskandidaten der Wählerliste Wildsteig um Bürgermeister Josef Taffertshofer (sitzend 4. v.l.).

Kommunalwahl 2020

Wählerliste Wildsteig mit Josef Taffertshofer an der Spitze

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Jetzt ist es offiziell: Amtsinhaber Josef Taffertshofer tritt im März 2020 wieder als Bürgermeisterkandidat in Wildsteig an. Die Wählerliste nominierte den 59-Jährigen als Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl.

Wildsteig – Lange hatte er sich nicht dazu geäußert, im November ließ Josef Taffertshofer im Gemeinderat aber die Katze aus dem Sack: Ja, er wolle bei der Kommunalwahl im März 2020 wieder als Bürgermeisterkandidat antreten, erklärte der 59-jährige Landwirtschaftsmeister, der seit 2002 im Amt ist.

Nun machte seine Wählerliste Wildsteig Nägel mit Köpfen: Bei der Aufstellungsversammlung in der Gemeindehalle wurde Taffertshofer mit einem deutlichen Ergebnis nominiert. Von 37 Stimmberechtigten votierten 36 für den aktuellen Rathauschef, eine Enthaltung gab es.

Bürgermeister will weiter investieren

Taffertshofer hatte zuvor um Unterstützung geworben. Er hielt sich nicht lang mit dem Geleisteten („Ich kann gut wirtschaften“) auf, sondern blickte in die Zukunft. Sein Credo: Es gebe noch viel zu tun im Dorf. Seine Kernaussage: „Ich stehe weiter für Investitionen.“

Nahversorgung und Betreuungsangebote ausbauen 

Nicht nur die Niedrigzinsphase sei dafür günstig, sondern der 1300 Einwohner zählende Ort müsse vor allem wachsen – und brauche die dafür nötige Infrastruktur. Dazu gehöre der soziale Bereich mit der Nahversorgung („ausbauen und stärken“) genauso wie eine frühkindliche Betreuung oder mehr Mittagsbetreuung für Schüler („das sind die Themen der Zeit“), aber auch Angebote für Senioren wie Haushaltshilfen oder Fahrdienste.

Auf der Agenda der Wildsteiger Wählerliste steht zudem der soziale Wohnungsbau, die Niederlassung eines Arztes, die Schaffung von Räumen für eine Physiotherapie-Praxis und natürlich „die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements“, wie Taffertshofer erklärte. Im Wirtschaftsbereich will er sich um Gewerbeflächen bemühen („das ist schwierig“) sowie regionalen Produzenten und Direktvermarktern eine Plattform im Dorf bieten.

Bauland für Familien ausweisen

Letzteres ist ein Ergebnis aus dem jüngsten IKEK-Verfahren von sieben Gemeinden. „Ein Getränkemarkt gehört dazu“, ergänzt der Spitzenkandidat für seinen Ort. Ebenso das Ausweisen von Bauland für Familien: „Wir brauchen junge Leute“, mahnte Taffertshofer.

Vorbereitete Kandidatenliste geht einstimmig durch

Die vorbereitete Liste für den Gemeinderat ging anschließend einstimmig durch: 24 Bewerber hat die Wählerliste zusammengebracht. Große Überraschungen auf den vorderen Plätzen gibt es nicht. Die aktuellen Gemeinderäte belegen die ersten fünf Plätze. Taffertshofer steht ganz oben. Ihm folgt Thomas Bertl, der seit 1990 im Gemeinderat sitzt und bereits zweiter Bürgermeister war, jedoch auf eine erneute Kandidatur für den Kreistag verzichtet. Bernhard Schilcher (Ilchberg), Johanna Wetzl und Bernhard Schilcher (Tassilo-Zöpf-Weg) wurden 2014 in das Gremium gewählt.

Dickes Lob vom Wahlleiter

Angesichts der vollen Kandidatenliste für den Gemeinderat gab es von Wahlleiter Franz Seidel, der Peitinger Vize-Bürgermeister gehört wie Taffertshofer im Kreistag der BfL-Fraktion an, ein dickes Lob: Er bedanke sich bei allen, die sich zur Verfügung stellen. „Demokratie lebt von Wahlen.“

Die Kandidaten:

1. Josef Taffertshofer sen., 2. Thomas Bertl (Ilchberg), 3. Bernhard Schilcher (Ilchberg), 4. Johanna Wetzl, 5. Bernhard Schilcher (Tassilo-Zöpf-Weg), 6. Franz-Xaver Mayr jun., 7. Florian Lang, 8. Marius Schmid, 9. Siegfried Kees, 10. Michael Strauß, 11. Anna-Maria Liebl, 12. Martin Lüdemann, 13. Erasmus Pichler, 14. Andreas Stadler, 15. Sebastian Klein, 16. Hildegard Lubos, 17. Wolfgang Brod, 18. Bernhard Geiger, 19. Gregor Braun, 20. Berta Proske, 21. Johannes Unglaub, 22. Johannes Klein, 23. Michael Bertl, 24. Bernhard Freund. Ersatzkandidat: Manuel Hinkofer.

Lesen Sie auch: 

In Wildsteig läuft es bei der Wahl 2020 auf zwei Bürgermeister-Kandidaten hinaus. Amtsinhaber Josef Taffertshofer will nochmal antreten. Martin Klein möchte ihn herausfordern – der zweite Bürgermeister.

Auch interessant:

Sechs Podiumsdiskussionen werden Weilheimer Tagblatt, Penzberger Merkur und Schongauer Nachrichten ab Mitte Januar Podiumsdiskussionen durchführen, um die Bewerber für die Bürgermeisterposten in den fünf großen Landkreis-Gemeinden sowie die Landrats-Kandidaten vorzustellen. Ein Überblick.

Mehr zur Kommunalwahl im Landkreis Weilheim-Schongau lesen Sie hier.

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