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Bleibt in Wildsteig noch Zukunftsmusik: Trotz Förderprogramms möchte die Gemeinde keine öffentliche Ladestation im Ort einger ichtet.

Gemeinderat Wildsteig 

Ladestation stößt auf keine Gegenliebe

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In Wildsteig wird es vorerst keine kommunalen Ladestationen für E-Autos geben. Bürgermeister und Gemeinderat wollen sich nicht auf ein Förderprogramm einlassen. Das rentiere sich nicht, hieß es.

Wildsteig – Die Gemeinde Wildsteig ist seit Jahren Vorreiter in Sachen alternativer Energien, hat sogar schon Meisterwürden in der Solar-Bundesliga eingeheimst. Bei Ladestationen für E-Autos tritt sie allerdings erstmal auf die Bremse. Der Gemeinderat wollte in seiner jüngsten Sitzung die Aufstellung zweier Säulen im Rahmen eines Förderprogramms nicht unterstützen.

Bürgermeister Josef Taffertshofer führte für die kommunale Zurückhaltung mehrere Gründe an. Wildsteig könnte an einem aktuellen Angebot der Staatsregierung teilnehmen, berichtete er von einem entsprechenden Gespräch. Der Freistaat unterstützt unter anderem bis 2020 in seinem Ladeinfrastrukturförderprogramm auch Kommunen beim Aufbau von öffentlich zugänglichen E-Stationen. Die für Wildsteig ins Auge gefassten Standorte wären an der Gemeindehalle und am Pfarrhof gewesen. Allerdings hat die Sache einen Haken: Die Kommune müsste in Vorleistung gehen, so der Rathauschef. „Das müssen wir komplett zahlen.“ Die Gesamtkosten für die Gemeinde bezifferte er auf rund 15 000 Euro. Abzüglich der im Raum stehenden 40 Prozent Zuschuss blieb die Gemeinde auf etwa 10 000 Euro sitzen. Dazu kämen noch die Aufwendungen für den jährlichen Wartungsvertrag.

Geld brächte ein Anteil von 60 Cent pro Stromladung in die Kasse. Für Taffertshofer kein Argument: „Das kannst du vergessen“, sagte er. „Wir haben faktisch keine Einnahmen und betrieben das rein umsonst.“ „Für Wildsteig ist das momentan kein Thema“, machte denn auch der Bürgermeister deutlich. Er führte aber nicht nur finanzielle Gründe für sein Nein ins Feld. „Die Technik steckt noch in den Kinderschuhen“, fürchtet Taffertshofer, dass die Gemeinde ihre Anlagen im schlimmsten Fall für teures Geld nachrüsten muss. Außerdem: Der Betrieb solcher Stationen sei für kleinere Gemeinden „sehr, sehr schwierig“ – weil auf dem Land die Besitzer von E-Autos ihre Gefährte eh daheim aufladen würden. Auch Feriengäste seien keine Zielgruppe, glaubt Taffertshofer, weil diese entweder beim Gastgeber oder bereits während der Anfahrt Strom tanken. Der Rathauschef sieht das Thema aus kommunaler Sicht zur Zeit generell kritisch: „Das ist in erster Linie eine Imagesache und wirtschaftlich überhaupt nicht zu betreiben.“

Am Ende folgte der Gemeinderat der Linie des Bürgermeisters: allgemeine Zustimmung, auch ohne formalen Beschluss. Fürsprecher für die Aufstellung der Ladestationen fanden sich keine.

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