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Knapp 3000 Euro hat die Gemeinde im vergangenen Jahr mit dem Kurbeitrag eingenommen. Unterm Strich stand dennoch ein sattes Defizit beim Fremdenverkehr.

Kurbeitrag in Wildsteig

Meldemuffel zahlen künftig

Strafe droht ab Januar den Vermietern, die in Wildsteig ihre Urlaubsgäste nicht melden. Das beschloss der Wildsteiger Gemeinderat jetzt.

Wildsteig – Der Tourismus in Wildsteig ist ein relativ zartes Pflänzchen, wenn man es mit den benachbarten Ammertal-Gemeinden vergleicht. Dennoch: „Er hat sich stabilisiert“, berichtete Bürgermeister Josef Taffertshofer noch im Februar in der Bürgerversammlung. 2016 wurden 8286 Übernachtungen gezählt (2015: 8830). An Kurbeitrag nahm die Gemeinde im vergangenen Haushaltsjahr genau 2967,10 Euro ein. Unterm Strich stand für die Kommune jedoch beim Fremdenverkehr ein Defizit von rund 13 800 Euro zu Buche. Ärgerlich, wenn dann die Vermieter ihre Gäste nicht, wie verlangt, bei der Verwaltung anmelden.

Um die Meldemoral zu heben, hat der Gemeinderat nun ein Instrument geschaffen: In der jüngsten Sitzung wurde die Kurbeitragssatzung derart geändert, dass der Kommune „Möglichkeiten für Sanktionen“ bleiben, wie es der Rathauschef formuliert. Sprich, Wer Urlaubsgäste nicht meldet, dem droht ab 1. Januar 2018 eine Strafe. Eine Höhe wurde allerdings nicht festgelegt, man werde sich dabei an das kommunale Abgabengesetz halten, wie Taffertshofer sagt.

Für den Rathauschef ist der Beschluss ein Signal: „Wir machen die Vermieter darauf aufmerksam, dass es kein Kavaliersdelikt ist, wenn man den Kurbeitrag nicht abführt.“ Die Gemeinde will diese nun anschreiben und über die neue Satzung informieren. Im gleichen Atemzug verabschiedete der Gemeinderat zum 1. Januar 2018 eine Erhöhung des bestehenden Kurbeitrags. „Wir haben ihn geringfügig angepasst“, sagt Taffertshofer. Das heißt: Die Abgabe pro Übernachtung für die erste Person steigt von 50 Cent auf einen Euro, für jede weitere Person sind statt 40 Cent nun 50 Cent fällig

Mit den Strafen für Meldemuffel liegt Wildsteig mit auf einer Linie mit den Nachbarn im Ammertal. Die dortigen Gemeinden haben heuer gemeinsam einen verschärften Sanktionskatalog verabschiedet. Vor allem Wiederholungssündern unter den Vermietern drohen da empfindliche Geldstrafen.

Andreas Baar

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