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Die Lourdes-Grotte in Wildsteig wird im nächsten Jahr saniert.

600.000 Euro werden investiert

Sanierung der Grotte in Wildsteig startet

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Wildsteig geht die Sanierung der Lourdes-Grotte an. Die Gemeinde sucht schon Firmen fürs nächste Jahr. Die Arbeiten sollen 2020 abgeschlossen sein. Die Kosten betragen rund 600 000 Euro. Gut, dass es einen kräftigen Zuschuss gibt.

Wildsteig – Es war eine gute Nachricht, die der Wildsteiger Bürgermeister Josef Taffertshofer im jüngsten Gemeinderat hatte: Die Sanierung der denkmalgeschützten Lourdes-Grotte steht endlich an. Es gebe sieben Interessenten, allesamt Firmen aus Bayern, „die das machen wollen“, verkündete der Rathauschef nach einem Ortstermin mit dem Fachberater Johannes Fischer. Der Münchner Ingenieur hatte in der Vergangenheit der Kommune ein Renovierungsgutachten geliefert.

Die Betreuung der Bauarbeiten hat der Gemeinderat in die Hände von Stefan Herterich gelegt, der Wurmansauer Restaurator hatte zuletzt am neuen Kriegerdenkmal gewirkt.

Die Ausschreibung ist bereits raus, teilt Taffertshofer auf Nachfrage mit. Am 4. Januar endet die Angebotsfrist, dann muss der Gemeinderat den Auftrag vergeben. Dass sich trotz des herrschenden Baubooms Firmen finden werden, davon ist Wildsteigs Bürgermeister überzeugt. „Die Restaurierer springen auf das Projekt an, weil es doch was Besonderes ist.“

Als Bauzeit ist 11. März 2019 bis 31. Oktober 2020 festgeschrieben. Aber bereits jetzt schon wird die Baustraße an dem Gelände unterhalb der Pfarrkirche St. Jakob eingerichtet. Taffertshofer zufrieden: „Es wird bald was zu sehen sein.“

Das Bauvorhaben wird ein umfangreiches. Neben der kompletten Restaurierung der 250 Quadratmeter großen Wallfahrtsanlage steht eine statische Ertüchtigung der Grotte bevor. Ziel: „Es gibt eine Wiederherstellung des alten Erscheinungsbildes“, sagt Taffertshofer.

Die Kosten dafür sind allerdings hoch. Rund 600 000 Euro beträgt laut Rathauschef der Kostenansatz. Allerdings steuert die Dorferneuerung über das Amt für ländliche Entwicklung einen Zuschuss von 300 000 Euro bei. Geld kommt unter anderem auch von kirchlicher Seite und dem Bezirk Oberbayern, letzterer gibt 24 000 Euro dazu. Für die Gemeinde bleibt ein Anteil von 100 000 Euro übrig. Diese Summe stand bereits 2017 vorsorglich im Haushalt. „Die Finanzierung ist bis auf eine kleine Lücke gesichert“, bilanziert Taffertshofer.

Wenn die Arbeiten beginnen, ist eine jahrelange Hängepartie beendet. Schon vor zehn Jahren hatte die Gemeinde die 1908 eingeweihte Grotte für die Öffentlichkeit gesperrt. Zu gefährlich war es, die in die Jahre gekommene Anlage zu betreten. Immer wieder wurde über Sanierungskonzepte beraten, doch die Pläne wanderten aus Kostengründen stets in die Schublade.

Großes Problem: Wer bezahlt das Vorhaben? 2016 einigten sich die kirchliche Pfarrpfründestiftung St. Jakob als Besitzerin und die Gemeinde, dass die Kommune als Baulastträger die Kosten trägt. Doch dann ließ der Zuschussbescheid des Amts für Ländliche Entwicklung auf sich warten, erst heuer wurde das O.k. zugesagt. Kurz darauf stimmte der Gemeinderat einstimmig dafür, dass sich die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung mit besagten 300 00 Euro an den Kosten der Sanierung beteiligt. Im Rathaus ist der Bürgermeister erleichtert. „Endlich geht es los“, sagt Taffertshofer. Kein Wunder, ihn hat die Grotte in seiner ganzen Bürgermeisterzeit seit 2002 beschäftigt.

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