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Das Ortszentrum von Wildsteig

In Wildsteig

Sanierungsberatungals erstes IKEK-Projekt

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Die Gemeinde Wildsteig steht dem Interkommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) positiv gegenüber und erhofft sich positive Auswirkungen für die eigene Dorfstruktur. Dies bekräftigt Bürgermeister Josef Taffertshofer nach dem jüngsten Beschluss im Gemeinderat.

Wildsteig Einstimmig hatten die Räte die Einführung einer Sanierungsberatung abgesegnet. Diese ist das erste konkrete Projekt aus der regionalen Zusammenarbeit von Steingaden, Wildsteig, Rottenbuch, Böbing, Prem, Bernbeuren und Burggen. Wie mehrfach berichtet, sitzen die sieben Kommunen seit knapp zwei Jahren zusammen, um mit den Beratern des Kaufbeurener Büros Leuninger & Michler an einer gemeinsamen Strategie für ihre Zukunft zu basteln.

Die nun anstehende Sanierungsberatung kann Wildsteigs Dorfoberhaupt nur unterstützen. „Wir erhoffen uns Impulse“, sagt Taffertshofer. Großes Ziel: „Wir wollen den Leerständen entgegenwirken.“ Im Blick hat man zwar private Immobilienbesitzer in den Ortskernen, aber Taffertshofer blickt schon weiter. „Die Gemeinde wird das auch in Anspruch nehmen.“ Man sei nicht nur selbst in Zugzwang, die Kommune habe auch eine Vorbildfunktion. Das erste Thema könnte das Gemeindehaus an der Kirchbergstraße sein. Denn das derzeit leer stehende Anwesen ist alles andere als in einem guten Zustand. Bereits im Jahr 1908 war es als Obdachlosenunterkunft gebaut worden – es ist mehr oder weniger noch im Originalzustand.

Grundsätzlich bezeichnet der Rathauschef die IKEK-Zusammenarbeit als „bisher hervorragend“, die Beratung durch das Fachbüro sei ebenfalls gut. Im November 2016 war der interkommunale Prozess mit einem Infoabend in Steingaden gestartet, im Dezember 2017 kam die Lenkungsgruppe mit Gemeindevertretern erstmals zusammen. Gemeinsam wollen sie so an die Fördertöpfe der Städtebauförderung kommen. Was anscheinend auch gut zu funktionieren scheint, hört man bei Taffertshofer heraus: „Es wird sehr unbürokratisch und zeitnah entschieden.“

Wichtig ist dem Wildsteiger Bürgermeister vor allem ein gemeinsames Vorgehen bei der Nahversorgung. Taffertshofer verweist auf eine verabschiedete Absichtserklärung. Inhalt: Jede Gemeinde nimmt bei der Ansiedlung von Geschäften und Supermärkten Rücksicht auf seine Nachbarn, um deren Versorger nicht zu gefährden. Statt „durch die Ansiedlung von Vollsortimentern anderen das Wasser abzugraben und Existenzen zu vernichten“, sollten vielmehr neue Vermarktungsplattformen für regionale Produzenten geschaffen werden. Für Taffertshofer eine einmalige Sache, die weit über den Landkreis hinaus strahlt: „Wir würden damit eine Vorreiterrolle in ganz Bayern einnehmen.“

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