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Bereit für den „Tag der Biene“: Die Imker (v.l.) Stephan Bertl, Bernhard Schilcher, Martin Horner, Café-Inhaberin Veronika Kößel , Johannes Klein und Matthias Kauf mit typischer Ausrüstung. 

Zusammen mit dem Gartenbauverein

Wildsteigs Imker werben mit Aktionstag für Bienen

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Sie haben ihr Herz an die fleißigen Insekten verloren: Wildsteigs Imker und der Gartenbauverein werben am 17. August beim „Tag der Biene“ für die nützlichen Tiere. Es gibt ein buntes Programm – das auch schmackhaft ist.

Wildsteig – Bienen haben nicht erst seit dem erfolgreichen bayerischen Artenschutz-Volksbegehren Konjunktur. Schon immer haben sich Naturfreunde dem Hobby mit den Honigproduzenten verschrieben. Auch in Wildsteig. Dort treffen sich bis zu zehn heimische Imker regelmäßig zum Stammtisch und tauschen sich aus. Die Imkerei hat eine lange Tradition im kleinen Dorf, ein Bienenkorb ziert sogar das Gemeindewappen. Am Samstag, 17. August, wird den Insekten eine besondere Bühne bereitet: Der Obst- und Gartenverein veranstaltet mit der Imker-Gruppe im Café Peramarta einen „Tag der Biene“. Er macht sich damit praktisch selbst ein Geburtstagsgeschenk: Der Verein feiert heuer sein 110-jähriges Bestehen.

Es wird die zweite Auflage des Aktionstags. Premiere war im Jahr 2017 gewesen. Sie wurde ein Erfolg. „Das Interesse war sehr groß“, freut sich Mitinitiator und Imker Bernhard Schilcher. Rund 200 Besucher wurden damals gezählt. Diese stellten viele Detailfragen und wollten alles genau wissen. Erfreulich: Zahlreiche Familien mit Kindern schauten vorbei. Darum geht es den Organisatoren auch heuer wieder: „Wir wollen Aufmerksamkeit und Werbung für unsere Sache machen“, sagt Schilcher. „Und auch Nachwuchs gewinnen.“

„Tag der Biene“ in Wildsteig: Imkerei ist keine leichte Sache

So einen wie Johannes Klein. Der 28-Jährige betreibt die Imkerei erst seit vergangenem Jahr. „Ich habe ein allgemeines Interesse an der Natur“, begründet er seinen Schritt. Klein hat zwei Bienenvölker unter seinen Fittichen und macht natürlich seinen Honig selbst. Heuer zum ersten Mal. Rund 40 Kilo kamen zusammen. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden“, sagt er und schmunzelt. An seinem Hobby fasziniert ihn vor allem eines: „Das ganze Zusammenspiel von den Bienen.“ Klein hat aber gelernt, dass es mit der Imkerei keine leichte Sache ist. „Man muss dahinter sein.“

Dies macht Stephan Bertl seit mittlerweile vier Jahren. Beim 38-Jährigen ist es eine Familiensache. „Der Großvater hat schon Bienen gehabt.“ Zehn Völker nennt Bertl sein eigen, ein Mal die Woche schaut er bei ihnen vorbei. „Aber Gedanken macht man sich jeden Tag.“

„Tag der Biene“ in Wildsteig: Thema wird auch gastronomisch aufbereitet

Die Wildsteiger Imker hoffen, das es 2019 wieder so gut läuft wie im Vorjahr. „2018 war extrem gut“, sagt Bernhard Schilcher. Wärme und Feuchtigkeit hätten gepasst. Heuer war es leider im Frühjahr nicht so gut gewesen, ist von den Experten zu hören: Das Wetter war zu nass und zu kalt, die Bienen flogen nicht. Ab 12 Grad werden die Insekten erst aktiv, erzählt Schilcher. Passt alles, ernten sie in Wildsteig richtig guten Honig, werben die heimischen Imker. Das liege auch an den äußeren Bedingungen. „Bei uns gibt es noch Blumenwiesen“, schwärmt Bertl.

Das Thema wird an diesem Tag auch gastronomisch aufbereitet: Veronika Kößel und ihr Café-Team bieten allerlei Schmankerl rund um die Biene – von Honigkuchen über Aufstrich bis hin natürlich zu Bienenstich.

Wildsteigs Gartler organisieren zu ihrem Vereinsjubiläum noch ein weiteres Großereignis: Am 19. und 20. Oktober veranstalten sie in der Gemeindehalle eine Obstausstellung.

„Tag der Biene“ in Wildsteig

Der „Tag der Biene“ findet am 17. August von 10 bis 16 Uhr im Café Peramarta in Wildsteig statt. Das Programm: Ausstellung mit Gerätschaften und Werkzeugen, Schaubienenvolk, Honigverkostung, Bienenquiz, Kinderschminken, Glücksrad. Um 14 Uhr ist ein Luftballon-Aufsteigen. Die Gartler verkaufen hölzerne Insektenhotels.

Lesen Sie auch: Mit Tempo 190 über die B472: Polizei schnappt rücksichtslosen Raser

Außerdem interessant: Völlig geplättet sind die Macher des Böbinger Open Air (BOA). „Eines unserer schönsten Festivals“, ist sich die Truppe einig. Großartige Momente gab es für die rund 2800 Besucher einige, am meisten Spaß hatte vielleicht die Braut Rebecca.

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