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Der Kran steht schon: Im März soll die Sanierung der Lourdes-Grotte (Vordergrund) unterhalb der Pfarrkirche beginnen. Es hatte lange gedauert, bis die Finanzierung gesichert war.

Nach jahrelanger Hängepartie

Lourdes-Grotte: Auftrag für Sanierung vergeben

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Die Sanierung der Wildsteiger Lourdes-Grotte kann endlich starten. Der Gemeinderat vergab jetzt den Auftrag an eine Fachfirma. Der Kran steht schon. Das Projekt wird allerdings nicht billig – und dauert wohl bis 2021.

Wildsteig – In seiner jüngsten Sitzung beendete der Wildsteiger Gemeinderat eine jahrelange Hängepartie. Einstimmig wurde der Hauptauftrag für die Sanierung der Lourdes-Grotte an eine Münchner Fachfirma vergeben. Deren Angebot lag bei 287 924 Euro, teilt Bürgermeister Josef Taffertshofer auf Nachfrage mit.

Endlich geht es los, mögen sich Rathauschef und Räte gedacht haben. Immerhin ist das denkmalgeschützte Kleinod, das im Jahr 1908 feierlich eingeweiht worden war, schon seit zehn Jahren für die Öffentlichkeit gesperrt. Es war 2008 gewesen, als der Bürgermeister die Reißleine zog und die Grotte aus Sicherheitsgründen dicht machte. Zu sehr hatte der Zahn der Zeit an der Wallfahrtsstätte, die zu den bedeutendsten im süddeutschen Raum zählt, genagt. Diverse Sanierungskonzepte scheiterten aus technischen und finanziellen Gründen. Bis 2016 die Kommune die Finanzierung mit der kirchlichen Pfarrpfründestiftung St. Jakob als Besitzerin des Objekts klärte: Die Gemeinde tritt als Baulastträger auf und zahlt auch die Sanierung. Doch dann ließ der Zuschussbescheid des Amts für Ländliche Entwicklung auf sich warten, erst im vergangenen Jahr wurde das O.k. zugesagt – 50 Prozent der Kosten werden damit über die Dorferneuerung abgerechnet. Die Finanzspritze tut Wildsteig gut. Denn der Kostenansatz liegt laut Taffertshofer bei insgesamt rund 600 000 Euro, 300 000 Euro fließen als Fördermittel. Der Rathauschef geht nicht davon aus, dass die Planung überschritten wird. „Ich bin zuversichtlich, dass wir den Kostenrahmen von 600 000 Euro einhalten können.“

38 Wochen Bauzeit 

Dass es an der Grotte bald los geht, ist schon zu sehen. Die Baustraße wurde eingerichtet und neben der Pfarrkirche St. Jakob ragt ein Kran in die Höhe. Jetzt muss nur das Frühjahr kommen. Am 11. März sollen die Arbeiten laut Ausschreibung beginnen. 38 Wochen Bauzeit sind geplant. Eigentlich ist der 31. Oktober 2020 als Ende der Sanierung festgeschrieben. Doch Taffertshofer geht eher davon aus, dass sich das Vorhaben bis 2021 hinziehen wird. Schließlich ist einiges zu tun. Als Erstes steht die statische Ertüchtigung der Anlage an, dann werden die fehlenden Steine ergänzt. Zum Schluss gibt es eine neue Betondecke und diese wird wasserdicht verschlossen. Taffertshofer betont: „Es wird nichts abgebrochen.“

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