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Ort der Begegnung: Wildsteigs neues Ortszentrum mit großzügigem Platz und dem neugestalteten Kriegerdenkmal (links).

Dorferneuerung Wildsteig

Neues Zentrum für das Dorf ist fast fertig

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Wildsteig hat ein neues Ortszentrum: Die Umgestaltung des Dorfplatzes ist fast fertig. Gestemmt wird das Megaprojekt mit der Dorferneuerung. Der Einweihungstermin steht schon.

Wildsteig – Es war das bislang größte Projekt in der Wildsteiger Dorferneuerung: Das Ortszentrum zwischen Pfarrkirche St. Jakob, Grundschule und Gasthof Post ist komplett umgestaltet worden. Im September vergangenen Jahres hatten die Arbeiten begonnen, jetzt ist das Areal fast fertig.

„Die Baufirmen sind bereits abgezogen“, teilt Bürgermeister Josef Taffertshofer. mit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Wege sind gestaltet, eine Treppe führt von der Lourdes-Grotte hoch zur Kirche, aus der alten Kirchbergstraße ist ein Fußweg geworden.

Vor allem aber thront das Kriegerdenkmal an einem neuen Platz: Das 94 Jahre alte Monument musste nämlich an die zehn Meter weiter nach Südwesten umziehen (wir haben berichtet). Angesichts des Zustands der alten Gedenkstätte hat man in Wildsteig auf eine Sanierung verzichtet und gleich ein neues Denkmal mit Tuffsteinen geschaffen. Lediglich die Engelsfigur ist erhalten geblieben und wurde mit einem Kran versetzt.

Neu sind dagegen zwei Stelen rechts und links daneben, die an die Opfer von Bundeswehreinsätzen sowie von Krieg und Gewalt erinnern. Am Mahnmal werden außerdem die alten Namenslisten befestigt.

Diese richtet Restaurator Stefan Herterich her, der Wurmansauer hatte auch die Umzugsarbeiten als Fachmann begleitet. „Ich bin zufrieden“, sagt Rathauschef Taffertshofer über das Geschaffene. Er wolle der verantwortlichen Baufirma „ein Lob“ aussprechen.

Taffertshofer hatte das Projekt stets damit begründet, dass Wildsteig einen „Ort der Begegnung“ bekommen soll. Da macht es nach seiner Aussage auch nichts, dass der Kostenrahmen überschritten wurde. Der Ansatz hatte bei 670 000 Euro gelegen. Jetzt werden es circa 50 000 Euro mehr, sagt Taffertshofer. „Aber das passt.“ Auch, weil sich die Dorferneuerung mit 50 Prozent an den zuschussfähigen Ausgaben beteiligt.

Übrigens: Die Gemeinde hatte in einem Aufwasch auch gleich ihr unweit gelegenes Friedhofsgelände rund um die Kirche neu gestaltet. Knapp 570 000 Euro wurden in das Projekt gesteckt. Zuschüsse gab es allerdings nicht, weil der Friedhof eine gemeindliche Aufgabe ist.

Im Ortszentrum selbst fehlen nur noch Restarbeiten. Laut Taffertshofer braucht es eine Bepflanzung, eine Tuffstein-Abdeckung für das Denkmal sowie Holzbänke. Insgesamt ist man aber im Zeitplan. Der Termin für die Einweihung steht schon: Am 30. September wird groß gefeiert. Dies war immer das Ziel. Weil just an diesem Tag der Veteranenverein sein 150-Jähriges Bestehen feiert – samt neuer Gedenkstätte.

Andreas Baar

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