Aus den Händen von Kardinal Reinhard Marx persönlich erhielt Max Bertl den päpstlichen Gregorius-Orden in der Ordensklasse der „Ritter“. FOTO: Wolf/Erzbischöfliches Ordinariat München

Wildsteiger geehrt

Päpstlicher Orden für Bayerns Trachtler-Chef Max Bertl

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Diesen Tag wird der Wildsteiger Max Bertl so schnell nicht vergessen: Bei einer Feierstunde im Saal der ehemaligen Karmelitenkirche von München ist der Landesvorsitzende des Bayerischen Trachtenverbandes jüngst von Kardinal Reinhard Marx mit dem päpstlichen Gregorius-Orden in der Ordensklasse der „Ritter“ ausgezeichnet worden.

Wildsteig/München – Es ist nicht die erste hohe Ehrung für den umtriebigen Wildsteiger, der unter anderem 2016 bereits das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein vielfältiges Engagement aus Händen des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer erhalten hatte. Für Bertl allerdings ist sie eine besondere. „Für mich hat das einen sehr hohen Stellenwert“, betont Bertl. Denn dass er einmal einen päpstlichen Orden verliehen bekomme, damit habe er überhaupt nicht gerechnet. Entsprechend überrascht war der 73-Jährige, als ihn vor vier Wochen der Brief aus München mit der frohen Botschaft erreichte.

In seiner Laudatio im Rahmen des Festakts lobte Kardinal Marx das große Engagement des Wildsteigers. „Max Bertl hat sich in außerordentlicher Weise für das christliche Brauchtum in Bayern und das Allgemeinwohl engagiert.“ Neben seinem langjährigen kommunalpolitischen Engagement sei insbesondere sein Einsatz in der bayerischen Trachtenbewegung hervorzuheben, so Marx. Der 73-Jährige setze sich immer mit voller Kraft für die Vermittlung des christlichen Werteverständnisses über das Brauchtum ein. „Sein aktives Eintreten für die Verbreitung des christlichen Brauchtums sowie sein Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft gegenüber verdienen die hohe Anerkennung durch den päpstlichen Gregoriusorden in der Ordensklasse der ,Ritter’“, so Marx.

Worte, die dem so Gelobten nahe gingen. „Mich hat das emotional sehr berührt“, sagt Bertl. Nur mit einer Sache hadert der Wildsteiger noch. Bis auf seinen Namen könne er auf der Urkunde nichts entziffern, verrät er schmunzelnd. „Das ist alles in Latein geschrieben. Da muss ich mir noch jemanden suchen, der mir das übersetzt.“

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