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Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen

Premiere in Wildsteig: Hochkarätig besetzte Fachtagung für Waldbesitzer

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Es geht um Forst, Wild und Klimaschutz: In Wildsteig findet am 25. Januar, eine hochkarätig besetzte Fachtagung für Waldbesitzer statt. Für die Prämiere ist einiges geplant. 

LandkreisDas Oberland hat eine grüne Lunge. Von 246 640 Hektar Dienstgebiet des Weilheimer Amts für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Starnberg sind laut Behörde immerhin mehr als 113 400 Hektar Wald. Dieser ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Doch das Verhältnis von Grundbesitzern, Jägern und Behörden ist nicht immer konfliktfrei – siehe Wildverbiss und Winterfütterung.

Im Landkreis hatte es in der Vergangenheit vor allem im Bereich Wildsteig und Steingaden gekracht . Aus der Region kommt ein Vorstoß für ein besseres Miteinander. Für Samstag, 25. Januar, sind Waldbesitzer zu einer Fachtagung der besonderen Art in Wildsteig eingeladen. Unter dem Motto „Ein zukunftsfähiger Wald für unsere Kinder“ geht es um Waldwirtschaft und Jagd in Zeichen des Klimawandels. Es ist eine Premiere für Oberbayern und Schwaben, sagen die Veranstalter stolz – einen ähnlichen Termin hatte es im November für Niederbayern gegeben. Hinter der Wildsteiger Fachtagung stecken gleich mehrere Organisationen: die Arbeitsgemeinschaft „ARGE waldgerechte Jagd“, die Jagdgenossenschaften aus Wildsteig und Steingaden, die Waldbesitzervereinigung (WBV) Schongau, die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Halblechtal, die WBV Ammer-Loisach, die Waldkörperschaften Steingaden und Buching-Trauchgau sowie die Arbeitsgemeinschaft „Naturgemäße Waldwirtschaft“.

Fachtagung in Wildsteig soll Waldbesitzern Mut machen

Sechs Referenten aus Bundesministerium, Hochschule, Behörde und Praxis sprechen über Themen rund um Wald und Jagd. Wildsteigs Bürgermeister Josef Taffertshofer, Jagdgenosse und ARGE-Mitbegründer, spricht stolz von einer „hochkarätigen Veranstaltung“. Diese solle Waldbesitzern Mut machen, „ihr Jagdrecht in die Hand zu nehmen“ und mit den Behörden verantwortungsbewusst umzusetzen. Die Stärkung des Gemeinsamen ist das Ziel. Denn der Alltag sieht anders aus. Taffertshofer: „Jeder Jagdvorstand kämpft für sich allein.“ Georg Bertl von der Jagdgenossenschaft Wildsteig West-Nord schwärmt von einer „einmaligen Allianz von Grundeigentümern“.

„Jetzt ist Handlungsbedarf“, mahnt der Schongauer WBV-Vorsitzende Martin Klein angesichts der aktuellen Klimadebatten. Es brauche Auswahlmöglichkeiten, wie ein künftiger Wald zu gestalten sei sowie einen angepassten Wildbestand, der diese Möglichkeiten auch zulasse. Denn es handelt sich um ein sensibles Stück Natur, dass eine große Bedeutung in der Region hat. „Der Wald hat noch einen sehr großen Stellenwert für die Gemeinden“, weiß Florian Riedl, Geschäftsführer der WBV Schongau (knapp über 1000 Waldbesitzer mit etwa 5000 Hektar Fläche) und der FBG Halblechtal (302 Besitzer mit rund 6000 Hektar Fläche). Dass es kein Spannungsfeld sein muss, glaubt Manfred Nuscheler, Berufsjäger im Bereich Wildsteig und Steingaden: „Der Wald zeigt, ob es dem Wild gut geht.“

Fachtagung für Waldbesitzer in Wildsteig: Viele Besucher werden erwartet

Man rechnet an diesem Tag mit einem regen Besuch in Wildsteig: Die Gemeindehalle wird für rund 300 Gäste bestuhlt. Mit der Tagung soll es nicht gewesen sein. Geplant sind Workshops für die Beteiligten, Waldbesitzer aber auch Jagdvorsteher.

Fachtagung für Waldbesitzer in Wildsteig: Hier gibt es weitere Infos

Infos zur Fachtagung: Ulrich Martin (Tel. 08862/932089 und E-Mail ulimartin@free net.de), Georg Bertl (Tel. 08867/912769 und E-Mail georg_bertl@web.de sowie auf www.wildsteig.de.

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